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Grünen-Vorschlag für mehr Kunst am Bau in Mühldorf findet allgemeine Zustimmung

Stadt Mühldorf am Inn will künftig bei Neubau-Projekten Budget für Kunst am Bau bereitstellen
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Grünen-Stadtrat Oskar Rau sprach sich für mehr Geld für "Kunst am Bau" aus. Ein Beispiel dafür ist etwa das "Wettermandl" am Stadtplatz. 

Mühldorf am Inn - Der Stadtrat beschloss in seiner jüngsten Sitzung einstimmig, dass künftig bei städtischen Neubauprojekten ein gewisses Budget für "Kunst am Bau" bereitgestellt werden soll.

Der Beschluss ging auf einen Antrag von Grünen-Stadtrat Oskar Rau zurück."Früher war es Pflicht, einen bestimmten Prozentsatz von der Investitionssumme für 'Kunst am Bau' auszugeben. Diese Verpflichtung wurde aufgehoben und die letzte, freiwillige Umsetzung ist meines Wissens das Kunstwerk mit Licht in der Mittelschule", erklärte dieser. "Es wäre angebracht, auch heute Investitionen mit Kunstwerken entsprechend aufzuwerten und auf diesem Gebiet Werte und Identifikationen für die Zukunft zu schaffen."


Die Stadtverwaltung zeigte sich offen für den Vorschlag. "Es gibt bereits eine Reihe von solchen Projekten", berichtete Stadtbaumeisterin Birgit Weichselgartner. "Neben dem genannten Kunstwerk in der Mittelschule wurden beispielsweise die Estriche in den Eingangsbereichen des Stadtsaals und der Grundschule künstlerisch gestaltet. Ein jüngeres Beispiel wäre auch das 'Wettermandl' am Stadtplatz." Etwa beim Bau des neuen Aussegnungsraums für den Stadtfriedhof oder dem Kinderzentrum Ahamer Straße seien außerdem bereits Projekte geplant.

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Große Einigkeit in Mühldorf

Man könne bei künftigen Projekten bereits im Entwurfsstadium prüfen, ob und wie "Kunst am Bau" umgesetzt werden kann. "Als Größenordnung wird 0,5 Prozent der Kostenberechnung für die Kostengruppen für Bauwerk und Baukonstruktion und jene für Bauwerk und technische Anlagen vorgeschlagen", so Weichselgartner. Um mehreren Künstlern die Möglichkeit zu geben, sich einzubringen, wäre ein Künstlerwettbewerb auszuloben, "Aufgrund des damit einhergehenden Aufwands sollte das aber nur bei ausgewählten Bauprojekten passieren." 

Das Wettermandl:

Der Vorschlag stieß im Stadtrat auf allseitige Zustimmung aus allen Fraktionen. "Statt einer starren Festlegung auf 0,5 Prozent sollten wir es als 'circa 0,5 Prozent' formulieren. Dann können wir je nachdem wie viel das ausmachen würde beziehungsweise benötigt wird flexibel darauf eingehen", regte CSU-Fraktionssprecher Oskar Stoiber an. Dieser Vorschlag fand allgemeine Zustimmung. "Ich finde es sehr erfreulich, dass wir uns da alle so einig sind", erklärte UM-Fraktionssprecher Markus Saller.

"Kunst am Bau", wird auch andernorts gefördert und sorgt für Diskussionsstoff. In Freilassing setzte sich der dortige Stadtrat im Rahmen des Neubaus des Sport- und Freizeitparks "Badylon" vor zwei Jahren mit der Frage nach Möglichkeiten für "Kunst am Bau" auseinander.

Haushalt und Gehsteig weitere Themen

Weitere Themen der Stadtratssitzung waren ein Antrag von Anwohnern, bei der noch zu bauenden Raitenaustraße im Mühldorfer Norden die Gehwege nur auf einer Seite zu errichten. Dieser traf auf Ablehnung im Gremium. Wiederum seltene Einigkeit herrschte dagegen bei der Verabschiedung des Haushalts.

Dies allerdings unter dem Vorbehalt, dass im Laufe des Jahres noch ein Nachtragshaushalt folgen wird.

hs

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