Fertigstellung bis April 2021

Stadt reagiert: Kleine Ostumfahrung statt Osttangente

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"Ein großer Beschluss" für die Stadt Mühldorf. Das sagte Bürgermeisterin Marianne Zollner über die kleine Ostumfahrung in der Stadtratssitzung.
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Mühldorf am Inn - Der Stadtrat von Mühldorf hat die Umsetzung einer kleinen Ostumfahrung beschlossen und damit auf die Absage der Regierung für eine Osttangente reagiert.

Einstimmig wurde der Beschluss zur Umsetzung des ersten Teilabschnittes der Ostumfahrung unter der Bezeichnung "Verlängerung Bürgermeister-Boch-Straße" in der jüngsten Stadtratssitzung im Mühldorfer Rathaus beschlossen. Bereits in den 1990er Jahren wurde die sogenannte Osttangente im Flächennutzungsplan verankert. Der Bedarf für eine Entlastung der einzigen Süd-Nord-Verbindung im Innenstadtbereich hat die Stadt schon lange erkannt.

Über viele Jahre fanden hierzu regelmäßige Gespräche mit den Verantwortlichen beim Staatlichen Bauamt Rosenheim, Regierung von Oberbayern und der Obersten Baubehörde statt. Doch aktuell ist eine durchgängige Osttangente von der ST 2550 (ehemals B12) nähe Ehring bis zur ST 2092 (Bürgermeister-Hess-Straße) nicht möglich.

Daher hat die Stadt nun Eigeninitiative ergriffen und eine abschnittsweise Errichtung überprüfen lassen. Im ersten Schritt soll ein Lückenschluss zwischen dem südlichen Ende der Bürgermeister-Boch-Straße und der bestehenden Straßenüberführung der Simbacher DB Strecke erfolgen.

Zollner: "Das ist ein großer Beschluss"

Bürgermeisterin Marianne Zollner freut sich über den Beschluss: „Das ist ein großer Beschluss, auch wenn es nur eine kleine Straße ist.“ Damit ist ein großes Thema fürs Erste vom Tisch.

Damit zu einem späteren Zeitpunkt ein weiterer Teilabschnitt bis zur Kreisstraße MÜ9 (Töginger Straße) erfolgen kann, wird die geplante Anbindung der verlängerten Bürgermeister-Boch-Straße an die Straßenüberführung DB Strecke als abknickende Straße ausgeführt. Dadurch entfällt ein späterer Umbau des ersten Teilstückes.

Die Gesamtkosten belaufen sich aktuell auf 1.400.000 Euro. Der Freistaat Bayern hat bereits eine Förderung von 40 Prozent der Kosten in Aussicht gestellt. Die Bauarbeiten sollen bereits im Frühling 2020 beginnen. Infolge einer Klage gegen die Kreisstadt Mühldorf muss die kleine Ostumfahrung bis April 2021 fertiggestellt werden. Das fordert das Bayerische Verwaltungsgericht.

jz

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