Beschluss im Stadtrat

Mühldorf weitet Leinenpflicht für große Hunde und Kampfhunde aus

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Die betroffenen Wege. (Nachträglich wurde noch der Bereich vom Nikolauskindergarten gbis hinter das Freibad ergänzt.)
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Mühldorf am Inn - Der Stadtrat beschloss in seiner Sitzung am Donnerstagabend für die Naherholungsgebiete am Inn eine Leinenpflicht-Verordnung für große Hunde und Kampfhunde. Es gab nur zwei Gegenstimmen aus der CSU-Fraktion.

"In früheren Stadtratssitzungen wurden, vor allem im Bereich der als Naherholungsgebiet genutzten Wege in der Nähe des Inns, Fälle von Begegnungen zwischen Joggern und Spaziergängern mit frei laufenden Hunden als Problem genannt", so die Stadtverwaltung. Das Landesstraf- und das Verordnungsrecht gebe die Möglichkeit, zur Verhütung von Gefahren durch eine Verordnung das freie Umherlaufen von großen Hunden und Kampfhunden und Kampfhunden in öffentlichen Anlagen, sowie auf öffentlichen Wegen, Straßen oder Plätzen einzuschränken. Betroffen seien von der Leinenpflicht lediglich sogenannte "große Hunde", also solche mit einer Schulterhöhe von mindestens 50 Zentimetern. Beispiele dafür wären Schäferhunde, Boxer oder Rottweiler. Es gäbe bereits in diversen Grünanlagen entsprechende Verordnungen. Die Einhaltung werde dann durch die Sicherheitswacht aktiv kontrolliert, Verstöße könnten aber auch den Behörden mitgeteilt werden.

"Der Geltungsbereich muss auf die örtlichen Verhältnisse abgestimmt werden, daher wäre ein Leinenzwang für das gesamte Stadtgebiet nicht zulässig", so die Stadtverwaltung weiter. Denn es müssten in ausreichendem Maß auch geeignete öffentliche Flächen vorhanden sein, um dem Bewegungsbedürfnis der Tiere im Sinne des Tierschutzgesetzes Rechnung zu tragen. 

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Überwiegend Lob für Pläne

Der betroffene Bereich wird eine Reihe von Wegen umfassen, darunter den Weg durch den Eichenwald zwischen Fachakademie Starkheim und Stadtgrenze zur Gemeinde Polling oder den rechtsufrigen Fußweg entlang des Inns, zwischen TSV bis zu seinem Ende an der Forsthütte. 

Das Konzept fand überwiegend Zustimmung im Stadtrat. Oskar Rau (Grüne) regte an, ein Verzeichnis mit weiteren beliebten Spazierwegen anzulegen, auf welche die Verordnung auszuweiten sein könnte. Markus Saller (UWG) schlug vor, nach ein paar Jahren dem Stadtrat einen Erfahrungsbericht mit Fallzahlen vorzulegen und davon eine weitere Ausweitung abhängig zu machen. Nur aus der CSU gab es kritische Stimmen, eine solche Regelung sei nicht notwendig. Gottfried Kirmeier (SPD) regte an, dann auch für eine umfassende Information der Bevölkerung zu sorgen. 

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