Anderer Standort

Das ist die neue Übergangslösung für die Starkheimer Schüler

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Die Außenstelle des Förderzentrums in Starkheim.
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Mühldorf am Inn/Waldkraiburg - Zuerst sollte die Übergangslösung für die Förderschüler aus Starkheim in Waldkraiburg entstehen. Doch nun wurde ein neuer Plan vorgestellt.

Der Bauausschuss des Kreistags sprach sich in seiner jüngsten Sitzung einstimmig dafür aus, eine neue Variante eines Ersatzneubaus für das bestehende Nebengebäude der Fachakademie für Sozialpädagogik in Starkheim als neue Übergangslösung für die Außenstelle Starkheim des Sonderpädagogischen Förderzentrums Waldkraiburg zu verfolgen. Die Verwaltung wurde beauftragt, Grundlagenermittlung und Vorplanung mit Kostenschätzung im Juli zum Beschluss vorzulegen. Die Deckung der entstehenden Kosten im Haushaltsjahr 2019 erfolg durch noch nicht verbrauchte Mittel des Neubaus des Gymnasiums Gars. Diese Lösung wird voraussichtlich etwa 2,75 Millionen Euro kosten. 

Schon seit längerem Thema

Bereits auf Sitzungen des Kreistags im März und Juli des vergangenen Jahres war beschlossen worden, dass ein Konzept für den Schulstandort Dieselstraße erarbeitet werden soll. Aufgrund unterschiedlicher Erweiterungsnotwendigkeiten und anstehender Modernisierungen an den Schulstandorten Dieselstraße und Franz-Liszt-Straße wurde ein Architekturbüro beauftragt, eine Machbarkeitsstudie zur optimalen Verteilung und Zusammenlegung der unterschiedlichen Schulstandorte zu erstellen.

Im Waldkraiburger Stadtrat wurde die Machbarkeitsstudie bereits vorgestellt. Es gab dort auch nicht wenig Widerspruch für das Projekt. Vor allem sprach sich die Schulleitung der beiden Mittelschulen aus pädagogischen Gründen dagegen aus. Doch am Ende stimmte der Stadtrat mehrheitlich, mit sieben Gegenstimmen überwiegend aus der CSU-Fraktion, für eine der Varianten aus. Diese sieht einen Gebäudetausch vor.

Die beiden Schulstandorte in Waldkraiburg, die nun zusammengelegt werden sollen.

Die Franz-Liszt- und die Dieselschule werden als zwei eigenständige Mittelschulen am Standort Dieselstraße zusammengefasst. Das Gebäude des Sonderpädagogischen Förderzentrums geht an die Stadt Waldkraiburg über Das Förderzentrum zieht nach Waldkraiburg Süd in das bisherige Gebäude der Franz-Liszt-Schule. Eine Übergangslösung für den Standort der Außenstelle des Förderzentrums Starkheim an der Dieselschule war dabei zunächst angedacht gewesen.

Neue Übergangslösung gefunden

"Nach intensiver Abstimmung der Verwaltungen mit Schulamt und Schulleitungen und einer durchgeführten Ortsbegehung könnten jedoch nur zwei bis drei Klassenzimmer im Gebäude der Mittelschule an der Dieselstraße Waldkraiburg übergangsweise freigemacht werden", berichtete nun allerdings Thomas Bumberger, Abteilungsleiter für Kommunalen Hoch- und Tiefbau im Landratsamt dem Ausschuss. 

Die erste Variante für eine Übergangslösung in Waldkraiburg.

Als Alternativen würden sich drei zusätzliche Varianten anbieten:

  • V ariante 1: Übergangsflächen für das Sonderpädagogische Förderzentrum. Dabei würden zwei Klassenzimmer in der Diesel-Mittelschule genutzt und zusätzliche Raummodule auf dem städtischen Gelände der Kugelstoßanlage zwischen den Gebäuden des Förderzentrums und der Mittelschule an der Dieselstraße realisiert werden. Dies würde insgesamt 2,75 Millionen Euro kosten.
  • Variante 2: Übergangsflächen für das Sonderpädagogische Förderzentrum. Dabei würden Raummodule auf der städtischen Fläche des bisherigen Fahrradparkplatzes neben dem Gebäude des Förderzentrums realisiert werden. Die Kosten hierfür würden 3,1 Millionen Euro betragen. 
Die zweite Variante für eine Übergangslösung in Waldkraiburg.

"Da sich die ersten beiden Varianten auf Grund der hohen Investitionskostren als unwirtschaftlich darstellen, zeigt sich eine in Zusammenarbeit mit der Schulleitung der Fachakademie für Sozialpädagogik und dem Diakonischen Werk Traustein e.V. als verantwortlicher Sachaufwandsträger erarbeitete dritte Variante zur Behebung der Raumnot an der Fachakademie als möglich", so Bumberger.

  • Variante 3: Ersatzneubau für das bestehende Nebengebäude der Fachakademie für Sozialpädagogik. Dieser würde auf dem Gelände in Starkheim als "nachhaltige Zukunftslösung" realisiert werden. Er würde, laut der Kreisverwaltung, mit rund 2,75 Millionen Euro zu Buche schlagen.
Die Variante für eine Übergangslösung in Starkheim.

Das Gebäude der Außenstelle verbliebe dann bis zur geplanten Fertigstellung der Generalsanierung der Franz-Liszt-Mittelschule in Waldkraiburg im Jahr 2023 für das Förderzentrum erhalten und könnte im Anschluss abgebrochen werden. "Eine Generalsanierung mit energetischer Ertüchtigung und mehrfachem Umzug der Schüler von Starkheim würde entfallen."

Diese Variante fand auch breite Zustimmung bei allen Mitgliedern des Ausschusses. Landrat Georg Huber (CSU) wies darauf hin, dass es nun noch Diskussionen mit dem Landesamt für Denkmalpflege geben werde.

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