Geplante Photovoltaikanlage auf dem Kuttenreuter Feld

Rau: "Nicht, dass wir da am Ende ein Biotop verwüsten?"

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Umweltreferent Oskar Rau (Grüne) hatte Bedenken bei der geplanten Solaranlage im Kuttenreuter Feld.
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Mühldorf am Inn - Eine weitere Photovoltaikanlage soll auf dem "Kuttenreuter Feld" entstehen. Doch es gab Bedenken seitens des Umweltreferenten.

Der Bauausschuss beschloss in seiner jüngsten Sitzung einstimmig abschließend eine Änderung des Flächennutzungsplans und die Aufstellung eines Bebauungsplans für den Bereich "Kuttenreuter Feld". Als nächster Schritt soll nun die Beteiligung der Öffentlichkeit, Behörden und Träger öffentlicher Belange folgen.

Umweltauswirkungen geprüft 

Beim "Kuttenreuter Feld" handelt es sich um ein schmales Dreieck zwischen dem Innkanal und der Eisenbahnlinie in Altmühldorf. Ein Mühldorfer Unternehmer will dort eine Photovoltaikanlage errichten. Weil dort weder eine Wohnbebauung noch eine landwirtschaftliche Nutzung möglich ist, spricht aus Sicht der Stadt und des Landratsamts nichts dagegen.

Der betroffene Bereich.

Eine Ausgleichsfläche soll nun im Ortsteil Altmühldorf geschaffen werden. Eine von der Stadtverwaltung beauftragte Untersuchung zu den Umweltauswirkungen des Projekts kam zu dem Schluss, dass davon "wenige wertvolle Lebensräume" betroffen wären. Durch geplante Vermeidungs- und Minimierungsmaßnahmen würden negative Auswirkungen reduziert. Die Auswirkungen auf Natur, Mensch und Landschaft würden als gering beurteilt. 

Umweltreferent Oskar Rau (Grüne) wies darauf hin, dass das Gebiet als "biotopeigene Erhebung" der Stadt ausgewiesen sei. "Nicht das wir da am Ende ein Biotop verwüsten?" Stadtbaumeisterin Birgit Weichselgartner konnte beruhigen: "Unserer und der Kenntnis der unteren Naturschutzbehörde nach war das immer eine landwirtschaftliche Fläche." Auch Erste Bürgermeisterin Marianne Zollner (SPD) sah das Risiko als gering an: "Spätestens im Rahmen der Beteiligung der Öffentlichkeit sollte das ja im Zweifelsfall herauskommen." 

Auch anderes Solarprojekt kürzlich Thema

Ein anderes Solar-Projekt beschäftigte den Stadtrat in seiner jüngsten Sitzung am Donnerstag der vergangenen Woche. Dieser beschloss eine Änderung des Flächennutzungsplanes für den Bereich des Bebauungsplanes "Solaranlage ehemalige Kiesgrube an der St2092" - Sonstiges Sondergebiet Freiflächenphotovoltaik. Dort möchte ein Unternehmen auf dem Gelände der ehemaligen Kiesgrube Dömling an der St2092, gegenüber dem Nettolager, eine Solaranlage errichten. Auch hier wurden die Auswirkungen für die Umwelt unter die Lupe genommen, doch auch dort gab es einen positiven Bescheid. 

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