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beim Nettolager an der St2092

Haselmaus, Zauneidechse & Co. kein Problem für Solaranlage

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  • Heinz Seutter
    VonHeinz Seutter
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Mühldorf am Inn - Das Projekt einer Solaranlage in der ehemaligen Kiesgrube Dömling beim Nettolager an der St2092 ist einen Schritt weiter

Der Stadtrat beschloss in seiner jüngsten Sitzung eine Änderung des Flächennutzungsplanes für den Bereich des Bebauungsplanes "Solaranlage ehemalige Kiesgrube an der St2092" - Sonstiges Sondergebiet Freiflächenphotovoltaik.

Ein Unternehmen möchte auf dem Gelände der ehemaligen Kiesgrube Dömling an der St2092, gegenüber dem Nettolager, eine Solaranlage errichten. Allerdings befinden sich in direkter Nachbarschaft auch die Ausgleichsflächen, welche beim Bau des Nettolagers eingerichtet wurden. Zudem habe sich, laut Auskunft des Landratsamtes, aufgrund der unterschiedlichsten Ausgleichsmaßnahmen der Bereich der ehemaligen Kiesgrube zu einem faunistisch wie auch floristisch sehr hochwertigen Lebensraumkomplex entwickelt, so die Stadtverwaltung. Aus diesem Grund sollte für den Bereich erst eine naturschutzrechtliche Prüfung durchgeführt werden. "Es wäre unter anderem die Frage zu klären, ob das Aufstellen von Photovoltaikmodulen in direkter Nachbarschaft zu den Ausgleichsflächen ohne Auswirkung auf die Ausgleichsfunktion möglich ist." Der Stadtrat stimmte auf seiner Sitzung im Juli des vergangenen Jahres daher den Plänen für die Solaranlage zu, unter dem Vorbehalt, dass die Naturschutz-Prüfung positiv für diese ausfallen würde.

Umfangreiche naturschutzrechtliche Prüfung

Inzwischen lag das Ergebnis vor, die Untersuchung kam zu dem Schluss, dass das Projekt aus naturschutzrechtlicher Sicht in Ordnung geht. Die Haselmaus, die Zauneidechse, sowie insgesamt acht europäische Vogelarten sind in dem Bereich vorhanden.

Die Prüfung stellte fest, dass

  • für alle betrachteten Arten kein oder nur ein allgemeines Tötungsrisiko vorliegt oder Tötungen weitgehend vermieden werden können und damit der Tötungsverbotstatbestand laut Naturschutzgesetz nicht erfüllt wird. 
  • Störungen streng geschützter Arten im Sinne des Naturschutzgesetzes entweder nicht zu erwarten sind oder aber keine den Erhaltungszustand der Lokalpopulationen verschlechternden Auswirkungen haben und
  • wegen der geringen Wirkempfindlichkeit beziehungsweise der ausreichenden Entfernung zu dauerhaften Fortpflanzungs- oder Ruhestätten sensibler Arten deren Zerstörung auszuschließen ist beziehungsweise bei Beanspruchung in geringem Umfang die ökologische Funktionalität im räumlichen Zusammenhang gemäß dem Naturschutzgesetz gewahrt bleibt.

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