Neues Portal auf Rathaus-Homepage in Mühldorf am Inn

Schneller und besser über lokale Flüchtlingssituation informiert

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Mühldorf am Inn - Die Kreisstadt hat zur schnelleren und detaillierteren Information ihrer Bürger zur lokalen Flüchtlingssituation ein neues Portal auf ihrer Homepage eingerichtet.

Die Bürgermeisterin der Kreisstadt Mühldorf am Inn nimmt die Sorgen und Befürchtungen der Mühldorferinnen und Mühldorfer im Zusammenhang mit der hohen Zahl von Flüchtlingen sehr ernst. Um möglichst zeitnah über den aktuellen Stand und die weitere Entwicklung zu informieren, wurde ein Portal auf der Homepage der Stadt eingerichtet. 

Hier erfährt die Bevölkerung auch Hintergründe zu bereits getroffenen Entscheidungen. Die Flüchtlingsunterbringung ist eine große Herausforderung, die aber nur im Miteinander bewältigt werden kann.

In ihrem ersten persönlichen Eintrag hat Bürgermeisterin Marianne Zollner ihr uneingeschränktes Engagement für die hilfsbedürftigen Flüchtlinge unterstrichen. Ihr Eintrag im Wortlaut:

Liebe Bürgerinnen und Bürger,

ich nehme Ihre Sorgen und Befürchtungen im Zusammenhang mit der hohen Zahl von Flüchtlingen, die in Mühldorf bereits untergebracht sind und noch untergebracht werden, sehr ernst. Mein Ziel ist es, Sie so gut und zeitnah wie möglich über die Hintergründe und Planungen zu informieren.

Die Stadt Mühldorf ist verpflichtet, Flüchtlinge aufzunehmen. Das Landratsamt kann Flüchtlinge auch gegen den Willen von Städten und Gemeinden in deren Gebiet unterbringen. Als Bürgermeisterin habe ich weder die Aufgabe noch eine rechtliche Grundlage, Vermietungen zu verhindern. Im Gegenteil: Die Stadt hat eine gesetzliche Mitwirkungspflicht bei der Unterbringung. Wir können uns einer weiteren Aufnahme von Flüchtlingen nicht verschließen. Ich setze mich jedoch sehr dafür ein, dass die Stadt Mühldorf im Vergleich zu anderen Kommunen nicht unverhältnismäßig stark belastet wird.

Für Flüchtlinge, die zu uns kommen, lautet mein oberstes Gebot: Alle Menschen in unserer Stadt müssen unabhängig von ihrer Herkunft und Religion menschenwürdig behandelt werden. Und die, die bei uns bleiben werden, müssen wir fördern, damit sie eigenständig leben können und gut in unsere Gesellschaft integriert werden.

Ich erlebe sehr viel Solidarität in Mühldorf. Neben den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Landratsamtes und der sozialen Einrichtungen helfen viele mit, die Flüchtlinge ehrenamtlich zu betreuen. Sie alle leisten unter den gegebenen Umständen hervorragende Arbeit.

Ich hoffe auch auf Ihre Unterstützung, denn nur gemeinsam können wir diese Herausforderung bewältigen.

Pressemeldung Kreisstadt Mühldorf a. Inn

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