Leichenhalle auf dem Friedhof bekommt Aussegnungsraum

Endlich würdiger Rahmen für Verstorbene und ihre Angehörigen

Mühldorf am Inn - Der Stadtrat wurde in seiner jüngsten Sitzung über aktuelle Planungen für den städtischen Friedhof informiert.

"Damit kann ein würdiger Rahmen für die Verabschiedungszeremonie, sowohl für die Verstorbenen, wie auch für deren Angehörige geschaffen werden", erklärt die Stadtverwaltung. "Der bisherige Gang ist sehr beengt und in keiner Weise angemessen." Nach einem Beschluss des Bau- und Umweltausschusses im Februar 2018 war mit einem Architektenbüro ein Vertrag abgeschlossen worden. Dieses war auch für die Sanierung der Pfarrkirche in Altmühldorf zuständig gewesen.


"Inzwischen wurde der Bereich für die zukünftige Aussegnungshalle vom Bauhof, sowie Fremdfirmen zurückgebaut und die Planungen liegen vor." Die neue Bodenplatte sei bereits eingebaut, aktuell laufe die Elektroinstallation. "Im Zuge der Gesamtmaßnahmen am Stadtfriedhof wird auch das öffentliche WC umgebaut. Hier soll der Bestand komplett rückgebaut werden, eine Türe geschlossen werden und eine neues, behindertengerechtes 'Unisex'-WC gebaut werden." Der Umbau des Aussegnungsraums wird etwa 170.000 Euro kosten. Der des WCs etwa 60.000 Euro.

2018 Einführung von Kleingrabstätten für Urnen

Bereits im Juli des vergangenen Jahres hatte der Stadtrat einen weiteren Beschluss gefasst, welcher Änderungen beim Friedhof mit sich brachte. Seitdem sind auch sogenannte Kleingrabstätten für Urnenbestattungen verfügbar.  "In den letzten Jahren geht die Tendenz vermehrt zur Urnenbestattung", erläuterte Harald Schönfelder von der Friedhofsverwaltung damals, "denn dabei ist der Unterhaltsaufwand für die Angehörigen stark eingeschränkt beziehungsweise entfällt gänzlich."


"Unsere Überlegung ist, eine Art Mittelding anzubieten, die keinen oder nur einen geringen Unterhalts- und Kostenaufwand für den Grabnutzer erfordert, nicht anonymisiert ist und auch für den Friedhofsträger keine hohen intensiven Kosten verursacht", so Schönfelder. Daher schlug die Friedhofsverwaltung vor, Kleingrabstätten anzubieten, die lediglich mit einem runden Granitstein belegt werden, der ebenerdig eingesetzt wird und von den Angehörigen mit den persönlichen Daten des Bestatteten versehen werden kann. Die Gebühr dafür beträgt 300 Euro für zehn Jahre.

hs

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