Nach Anwohner-Protest für Lärmschutz an der A94

Mühldorfer Kreistag fordert Tempolimit als Sofortmaßnahme

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Am Donnerstag der vergangenen Woche entzündeten Anwohner aus Protest entlang der Autobahn-Trasse Mahnfeuer. Die Organisatoren des Mahnfeuers Isolde Freundl (l.) und Maria Numberger (r.) wollen eine Verbesserung der derzeitigen Situation.
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Mühldorf am Inn - Der Kreistag hat in seiner jüngsten Sitzung einstimmig eine Resolution für mehr Lärmschutz an der A94 beschlossen.

"Der Kreistag des Landkreises Mühldorf am Inn erklärt sich solidarisch mit den Landkreisbürgern, die unter einer erheblichen Lärmbelastung durch den neu eröffneten Abschnitt der A 94 leiden", berichtet das Landratsamt. 

Die Staatsregierung werde aufgefordert durch Messungen zu prüfen, ob die vorhandenen Lärmschutzmaßnahmen ausreichend sind und den Vorgaben des Planfeststellungsverfahrens entsprechen. "Zudem soll auch überprüft werden, ob die Qualität des verbauten Fahrbahnbelags den Planungsvorgaben entspricht. Der Kreistag fordert die Staatsregierung und das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur auf, zusätzliche Lärmschutzmaßnahmen zu veranlassen, die geeignet sind, eine spürbare Lärmentlastung der betroffenen Bevölkerung zu erzielen." Als Sofortmaßnahme sei eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf Empfehlung von Fachleuten umzusetzen bis die zusätzlichen aktiven und passiven Lärmschutzmaßnahmen greifen.

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Die Resolution werde an die Staatsregierung und an das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur übersendet. "Die Verwaltung wird beauftragt alle Rückmeldungen im Zusammenhang mit diesem Thema dem Kreistag zur Kenntnis zu geben."

Anwohner fordern besseren Lärmschutz

Anfang Oktober war die Isentalautobahn zwischen Pastetten und Heldenstein nach jahrelangen Protesten eröffnet worden. Nun klagen immer mehr Anwohner über eine enorme Lärmbelastung. Der Verkehrsausschuss des Bayerischen Landtags beschloss daher bereits vor kurzem einstimmig, dass die Staatsregierung ein Lärmgutachten erstellen soll. Zudem entzündeten am Donnerstag der vergangenen Woche Anwohner aus Protest entlang der Autobahn-Trasse Mahnfeuer. Politiker verschiedener Parteien wohnten der Veranstaltungen bei und solidarisierten sich mit der Aktion.

Impressionen vom Mahnfeuer an der A94

Die zuständigen Stellen kündigten bereits neue Messungen an. "Wir können natürlich auch nicht ausschließen, dass man in Einzelfällen nachbessern muss", erklärte Josef Seebacher, Pressesprecher der Autobahndirektion Südbayern, gegenüber innsalzach24.de.

hs

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