Seit März nicht mehr in Mühldorfer Klinikum

Heimerl: Verwaltungsrat stimmte für Erhalt der Entbindungsstation

Mühldorf am Inn: Klinikum Mühldorf soll wieder Entbindungsstation bekommen
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Seit März gibt es am Klinikum Mühldorf keine Entbindungsstation mehr. Das soll sich bald ändern, versichert Mühldorfs Landrat Maximilian Heimerl (CSU).

Mühldorf am Inn - Seit Monaten schon gibt es am Klinikum Mühldorf keine Entbindungsstation mehr. Doch das soll sich nun ändern.

Bis zum Jahresende soll die Entbindungsstation im Krankenhaus Mühldorf wieder den Betrieb aufnehmen. Das versprach Thomas Ewald, Vorstandsvorsitzender des InnKlinikum Altötting und Mühldorf auf einer Pressekonferenz Anfang September 2020.


Update, Freitag 24. Juli, 17 Uhr: Verwaltungsrat spricht sich für Erhalt von Entbindungsstation am Klinikum Mühldorf aus

Der Kreistag beschloss in seiner Sitzung am Freitag, den Tagesordnungspunkt abzusetzen. Die Gründe waren, dass einerseits der Verwaltungsrat des Klinikums bereits die Wiedereinrichtung beschlossen hatte. Andererseits, dass der Kreistag hierbei keine direkte Entscheidungsfunktion hat.


"Es gab auch noch weitere entsprechende Anträge, dass sich der Kreistag zur Entbindungsstation bekennen soll", berichtete Landrat Maximilian Heimerl (CSU). "Ich kann allerdings berichten, dass es zwischenzeitlich eine Sitzung des Verwaltungsrats gab, auf der sich eindeutig für den Erhalt ausgesprochen wurde." Einzig der Zeitplan sei noch nicht endgültig. "Da laufen momentan noch Verhandlungen, damit es dann auch danach gesichert weitergehen kann. Angepeilt ist der 1. Oktober."

Daneben wies Heimerl darauf hin, dass ein entsprechender Beschluss zu einem Bekenntnis keine rechtliche Auswirkung hätte. "Es ist letztlich ein Entschluss des Verwaltungsrats. Auch diejenigen Kreisräte, die darin sitzen wären nicht verpflichtet, einem solchen Beschluss des Kreistags zu folgen."

Vorbericht, Mittwoch:

Die CSU-Fraktion im Kreistag fordert in einem Antrag den Mühldorfer Kreistag auf, sich für die Wiedereröffnung der Mühldorfer Entbindungsstation einzusetzen. "Die Entbindungsstation wurde schon weit vor der 'Corona-Krise' geschlossen. Wir brauchen aber zwingend vor Ort eine Entbindungsstation", heißt es in der Begründung des Antrags. "Zum einen steigen die Geburtszahlen in den Häusern Altötting und Wasserburg und dadurch ist oftmals eine adäquate Betreuung nicht mehr gegeben. Werdende Eltern müssen einen weiten Weg auf sich nehmen, was unter diesen besonderen Umständen nicht sehr angenehm ist. Zudem gäbe es so keine Kinder "Made in Mühldorf" mehr."

Landrat Heimerl: "Soll zeitnah wieder geöffnet werden"

Auf der Tagesordnung der kommenden Kreistagssitzung am Freitag, den 24. Juli, findet sich außerdem auch ein Antrag der AfD-Fraktion, welcher ein Bekenntnis zum Erhalt einer gynäkologischen Geburtshilfe-Station in Mühldorf fordert. Bereits im Kommunalwahlkampf hatte die Partei sich den Erhalt der Station auf die Fahnen geschrieben. 

"Das Angebot der Geburtshilfe am Standort Mühldorf war ein wesentlicher Bestandteil für die Zustimmung zur Fusion der Kliniken in den Landkreisen Altötting und Mühldorf", erklärt dazu Landrat Maximilian Heimerl (CSU) gegenüber innsalzach24.de. "Ich lege großen Wert darauf, dass die Geburtshilfe im Klinikum Mühldorf weiter angeboten wird. Der Vorstand des InnKlinikums erarbeitet derzeit ein Konzept, wie die Geburtshilfe in Mühldorf zeitnah wieder geöffnet werden kann."

Entbindungsstation seit März geschlossen

Da zu viele Hebammen krank geworden waren, war Anfang März die Entbindungsstation im Mühldorfer Krankenhaus geschlossen worden. Eine Wiedereröffnung war in der Folge nicht möglich gewesen, da dann bereits Mitte März das Mühldorfer-Krankenhaus zum reinen CoVid-Krankenhaus umgestellt worden war. In der Folge mussten werdende Mütter seitdem nach Altötting oder Wasserburg ausweichen. Erst seit Mai geht es in Mühldorf überhaupt wieder zurück zum Normalbetrieb. Zudem musste das Innklinikum einiges an Zusatzkosten schultern. Nun fordert der Verwaltungsrat auch, dass man ihm hier mehr unter die Arme greift.

Die Abteilung für Gynäkologie und Geburtshilfe in Mühldorf bietet eigentlich modernste medizinische Möglichkeiten sowohl in der operativen Frauenheilkunde als auch in der Geburtshilfe. Sie verfügt über ein Team von fünf Fachärzten mit langjährigen Erfahrungen und sehr erfahrene Beleghebammen.

innsalzach24.de berichtet am Freitag von der Diskussion des Themas im Mühldorfer Kreistag

hs

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