Auch Landkreis ist dabei

Landschaftspflegeverband soll im September gegründet werden

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Mühldorf am Inn/Landkreis Mühldorf - Der Kreisausschuss sprach sich in seiner jüngsten Sitzung einstimmig für einen Beitritt des Landkreises zum zu gründenden Landschaftspflegeverband aus. 

Der Kreistag hatte bereits in seiner Sitzung im April 2013 beschlossen, dass der Landkreis einem zu gründenden Landschaftspflegeverband beitritt, wenn sich auch die Mehrheit der Gemeinden dazu entschließen. In den vergangenen Jahren gab es hierfür keine mehrheitliche Zustimmung der Gemeinden. Nun wurden allerdings seit Herbst des vergangenen Jahres verstärkt Anstrengungen unternommen, um die Gemeinden doch noch von den Vorteilen eines Landschaftspflegeverbandes zu überzeugen. Nunmehr haben 17 Gemeinden bekundet, dass sie der Gründung eines Landschaftspflegeverbandes positiv gegenüber stehen. 

In einem Arbeitskreis, besetzt mit Vertretern der Kommunen, Landnutzer und Umweltschutzverbänden wurde in der ersten Juliwoche ein Satzungsentwurf, eine Beitrags- und eine Abstimmungsordnung erarbeitet. Die Gründungsversammlung soll im September 2018 stattfinden. Der Landkreis beteiligt sich mit einem Mitgliedsbeitrag in Höhe des Beitrages aller Mitgliedsgemeinden. In den ersten beiden Jahren 2019 und 2020 erhöht er ihn als Anschubfinanzierung auf jeweils 50.000 Euro. Am Donnerstag muss sich noch der Kreistag mit dem Thema befassen.

Nicht überall Zustimmung 

"Bisher war das überall eine Erfolgsgeschichte!", betonte Ulrich Niederschweiberer, Kreisobmann des Bayerischen Bauernverbandes, bei der Vorstellung des Themas im Waldkraiburger Stadtrat, "Wenn ein Verband irgendwo erstmal gegründet wurde, hatte er steht immer binnen kurzer Zeit nur mehr Mitglieder, nie weniger!" Auch Josef Rüegg, Geschäftsführer des Landschaftspflegeverbands Ebersberg und stellvertretender Landessprecher des Verbunds bayerischer Landschaftspflegeverbände betonte in der Sitzung, dass den beteiligten Gemeinden zahlreiche Vorteile durch ihre Mitgliedschaft entsteht. 

In Waldkraiburg sprach sich der Stadtrat einstimmig für den Beitritt aus. Andernorts wurde der Beitritt vielfach kontrovers diskutiert. Der Haager Gemeinderat lehnte den Beitritt beispielsweise nur knapp ab. In Aschau dagegen stimmte das Gremium für den Beitritt, dies gegen die Meinung von Bürgermeister Alois Salzeder (UWG).

Rubriklistenbild: © dpa (Felix Kästle)

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