Stadtrat Mühldorf beschließt

Gebühren der städtischen Musikschule steigen

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Mühldorf am Inn - Der Stadtrat hat nun die Erhöhung der Gebühren an der städtischen Musikschule bestätigt. 

Bei vier Gegenstimmen sprach sich der Stadtrat in seiner jüngsten Sitzung dafür aus, die Gebühren der Musikschule um 2,25 bis fünf Prozent zu erhöhen. Das bedeutet, dass ab dem nächsten Schuljahr im Herbst ein 30-minütiger Instrumentalunterricht 667 Euro im Jahr, die Musikalische Früherziehung 155 Euro und Gruppenunterricht bei drei Teilnehmern 377 Euro. Wie der Mühldorfer Anzeiger berichtete, hatte dies auch schon der Haupt- und Finanzausschuss empfohlen. Hintergrund ist, dass die Schulleitung davon ausgeht, dass in diesem Jahr der bisher hohe Deckungsgrad nicht wieder erreicht werden wird. 

Freie Mühldorfer-Fraktionsvorsitzende erkundigte sich, weshalb die Musikschule trotz einer Überschreitung des Deckungsgrads von 52 Prozent im letzten und vorletzten Jahr weiterhin defizitär sei. Das Defizit der Lehranstalt ist in den letzten Jahren immer wieder angestiegen. "Das ist leider nicht vermeidbar und bei allen Musikschulen dieser Art so", betonte Schulleiter Thomas Breitsameter. Grund dafür seien auch die geringen staatlichen Zuschüsse. 

UWG-Fraktionsvorsitzender Markus Saller mahnte an, in der Zukunft würde es noch öfter die Notwendigkeit von Erhöhungen geben. "Ist es da sinnvoll, dass jetzt immer in so geringen Schritten zu machen, ohne eine Wettbewerbsverzerrung gegenüber privaten Projekten zu riskieren?" Breitsameter entgegnete, die Gebührenerhöhungen würden vorerst immer nur an Hand der aktuellen Lage erfolgen. Von Seiten der Grünen gab es Kritik an der Erhöhung. Wirtschaftlichkeit dürfte bei einem derart wichtigen Kulturangebot nicht an erster Stelle stehen. Dagegen die Fraktionsvorsitzenden von SPD und CSU, Rainer Schratt und Oskar Stoiber, betonten die Notwendigkeit der Gebührenerhöhung. "Die Erhöhung ist weder zu niedrig noch prophylaktisch", betonte Breitsameter, "Sie entspricht schlicht den aktuellen Notwendigkeiten." 

Rubriklistenbild: © Oliver Berg/dpa

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