70 Jahre Sicherheit

ESD: Reise in die Vergangenheit - Blick in die Zukunft

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Links Georg Kammermeier, der ESD 1947 gründete, rechts die Geschäftsführer von 2017, Karsten Melle, Torsten Ratay, Maximilian Kammermeier, Jutta Kammermeier, Karsten Wischnat und Marc B. Dilg.
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Mühldorf a. Inn - 1947 gründete Georg Kammermeier das Mühldorfer Wach- und Schließunternehmen. Dass dies der Anfang einer rasanten Firmenentwicklung war, konnte der Polizeibeamte noch nicht ahnen. 2017 feiert die ESD Dienstleistungsgruppe 70-jähriges Jubiläum und gewährt innsalzach24.de einen Einblick in eine aufregende Unternehmenschronik.

Die Anfänge von ESD liegen dort wo die Unternehmensgruppe sich auch heute noch, 70 Jahre später, tief verwurzelt sieht: in Mühldorf am Inn.

Anfänge in einer unsicheren Zeit

Wappen des Mühldorfer Wach- und Schließunternehmen Georg Kammermeier.

Diebstahl und Einbrüche waren 1947 an der Tagesordnung. "Alles Delikte, die im Zusammenhang mit der damaligen Zeit gesehen werden müssen", gibt Maximilian Kammermeier, der heute das Familienunternehmen bereits in 3. Generation leitet, zu bedenken.

Nahrungsmittel waren rationiert, es herrschte Mangel und Not. Rauchfleisch, Butterschmalz, Zucker und Wurst waren begehrtes Diebesgut, wie ein Lagebericht der Stadtpolizei Mühldorf an die Militärregierung Mühldorf vom 19. März 1947 zeigt. "In der Nacht vom 12. auf 13. 3. 1947 wurde in das Lebensmittelgeschäft Eder, Mühldorf Brückenstraße, eingebrochen, wobei 7 Kilo Butterschmalz, 50 Kilo Zucker, 22 Kilo Teigwaren, 25 Stück Leberpaste und 600 Gramm Wurst gestohlen wurden.", heißt es in dem Bericht, der heute Teil der ESD-Firmenchronik ist. Nur einer von vielen Vorfällen. Das Diebesgut fand sich meist auf dem Schwarzmarkt wieder.

Auszüge aus dem ersten Auftrag von Georg Kammermeier.

Das Bedürfnis nach mehr Sicherheit war groß und Anlass für den Polizeibeamten Georg Kammermeier, das Wach- und Schließunternehmen zu gründen. Zu seinem Angebot gehörten Bewachungen aller Art und auch Schutz von Veranstaltungen.

Einer seiner ersten Aufträge kam von einem Mühldorfer Bauunternehmer, der Georg Kammermeier für 19 Reichsmark monatlich zur Bewachung eines Wohnhauses engagierte.

Bilder aus 70 Jahren ESD-Unternehmensgeschichte

50er und 60er Jahre - "Gelegenheit macht Diebe"

Die Fünfzigerjahre standen ganz im Zeichen der Erweiterung. 1953 eröffnete die erste Zweigstelle in Waldkraiburg, 1957 folgte eine weitere in Vilsbiburg.

Auch das Aufgabenspektrum von ESD Wach- und Schließunternehmen erweiterte sich, mit einigen heute kaum mehr vorstellbaren Verantwortungsbreichen. Aufgabe des Wachdienstes war es, zahlreiche unverschlossene Wohnhäuser, Büros, Werkstätten, Garagen, Kühl- und Kellerräume zu schließen aber auch brennendes Licht zu löschen und steckengebliebene Schlüssel zu sichern.

Wie viele "Vorfälle der Fahrlässigkeit" es gab, zeigt eine detaillierte Tätigkeitsbilanz aus dem Jahr 1964. Die Vergesslichkeit der Mühldorfer reichte von auf Parkplätzen vergessenen Autos über liegengebliebene Kinderwägen, Liegestühle bis hin zu vollen Aktentaschen, Werkzeuge und vollen Benzinkanistern.

Tätigkeitsbericht 1964

1977 - 1. Generationenwechsel

Maximilian Kammermeier

Nach dem plötzlichen Tod des Firmengründer übernahm sein Sohn Maximilian Kammermeier (Senior) die Geschäfte. An seiner Seite zunächst noch seine Mutter Margarethe Kammermeier und später dann seine Ehefrau Jutta Kammermeier. Das „Moderne“ der 70iger nahm Einzug in das Unternehmen, das fortan in ESD benannt wurde. Wachstum und Innovation waren nun die Schlagwörter des Geschäftsführers. 1978 wurde die ESD Sicherheitsdienst GmbH mit Sitz in München gegründet.

1993 – Die ESD Dienstleistungsgruppe entsteht

Im Laufe der Zeit erweiterte sich das enorme Spektrum der von ESD übernommenen Leistungen. So gesehen war es nur eine logische Konsequenz, dass sich auch die Firmenstruktur den neuen Gegebenheiten anpasste. Die ESD Verwaltungs- und Beteiligungsgesellschaft wurde als Holding der ESD Dienstleistungsgruppe gegründet, die nun Leistungen aus den Bereichen Sicherheit, Gebäudedienste, Personalservice und Bahnservice aus einer Hand bietet.

2013 – 2. Generationenwechsel

Nach 36 Jahren „Amtszeit“ war es für den Seniorfirmenchef Zeit, die Geschäfte an seinen Sohn Maximilian Kammermeier zu übergeben. Mit diesem Generationenwechsel kann man nun wirklich von einem Familienunternehmen mit langjähriger Tradition sprechen.

2016 - Wachstum bedeutet auch Investition

Vor dem Neubau eines Verwaltungsgebäude für den Hauptsitz in Mühldorf stellte sich auch die Frage, ob nicht doch ein anderer Standort in Frage käme. Doch die Familie Kammermeier erklärte "Hier sind unsere Wurzeln. In Mühldorf sind wir zuhause.".

Neben dem Firmensitz in Mühldorf gibt es noch zwei weitere Verwaltungsstandorte in den Niederlassungen in Feldkirchen bei München und in Güstrow (Mecklenburg-Vorpommern).

70 Jahre ESD – ein Familienunternehmen sagt „Danke“

"Als Familienunternehmen weiß man noch, wer hinter dem Erfolg steht.", so die Familie Kammermeier. "Das sind vor allem unsere Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen, die unseren Kunden 24 Stunden, 7 Tage die Woche zur Seite stehen oder in den Büroteams mit organisatorischem Geschick gewissenhaft ihre Arbeit verrichten. Es sind aber auch unsere Kunden und Geschäftspartner, mit denen uns nicht nur langjährige Geschäftsbeziehungen verbinden, sondern auch das gegenseitige Vertrauen.
So gesehen, ist unsere Familie weitaus größer, als bisher gedacht.
Dafür danken wir jedem Einzelnen!"

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