Botschafterunternehmen des Landkreises setzt auf E-Mobile

ESD erster Teilnehmer der Mobilitätsanalyse

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Der neue Botschafter für E-Mobilität ESD-Geschäftsführer Maximilian Kammermeier mit Marie-Theres Probst vom Landratsamt Mühldorf und Dr. Wolfgang Christl von der Handwerkskammer.

Mühldorf a. Inn - Die ESD Dienstleistungsgruppe aus Mühldorf setzt auf Elektromobilität und nutzt eine Mobilitätsanalyse durch die Handwerkskammer für München und Oberbayern, die unter anderem durch den Landkreis Mühldorf initiiert wurde.

„Von Juni bis September wurde von ‚landmobile‘ ein kostenloser Flottentest mit vier Fahrzeugen der Marken Renault und Nissan angeboten, um regionalen Unternehmen und Kommunen diese umweltfreundliche Art des Transports und der Fortbewegung zugänglich zu machen. Bei einem Unternehmertreff Ende Juli mit unseren Kooperationspartnern, der Handwerkskammer für München und Oberbayern sowie ‚landmobile’, war der Erfahrungsaustausch zur Elektromobilität in Unternehmen das Hauptthema“, so der Klimaschutzmanager des Landkreises, Christoph Mayerhofer.

Umweltbewusst und nachhaltig - das neue Credo

Das Botschafterunternehmen ESD, das Sicherheits- und andere Dienste für Gebäude anbietet, ist nun das erste Unternehmen im Landkreis, das im Nachgang des Unternehmertreffs eine Mobilitätsanalyse durchführt. Mit eingeschlossen ist die Erfassung des Fahrprofils mit anschließender Auswertung. 

Die ESD Dienstleistungsgruppe nutzt diese Chance sehr gerne, wie Geschäftsführer Maximilian Kammermeier von ESD erklärt: „Als Dienstleistungsunternehmen positionieren wir uns in jedem Unternehmensbereich möglichst umweltbewusst und nachhaltig. Intelligente Mobilitätslösungen sind dabei ein wichtiger Schlüssel“. Bei ESD sind bereits seit längerem zwei elektrisch betriebene Fahrzeuge im Einsatz. Nun soll der Ausbau des Fuhrparks mit weiteren Elektrofahrzeugen genauer unter die Lupe genommen werden.

Genaue Zahlen für genaue Planungen

Über eine spezielle App auf dem Smartphone werden die Daten für die Mobilitätsanalyse erfasst.

Klimaschutzmanager Christoph Mayerhofer kennt die Bedenken vieler Unternehmen in Bezug auf Elektromobilität: „Das Thema Reichweite und natürlich auch die Lademöglichkeiten sind oftmals die größten Wermutstropfen bei der Frage nach dem Einsatz von Elektroautos. Aber genau hierfür bieten Fahranalysen die nötige Transparenz über die effektive Nutzung und Auslastung eines Fahrzeugs.“ Dabei wird jede Bewegung und jede Standzeit eines Fahrzeugs durch eine spezielle App und der GPS-Funktion eines Smartphones aufgezeichnet.

Nach einer mehrwöchigen Aufzeichnung des Bewegungsprofils ist klar ersichtlich, welche Distanzen mit dem Fahrzeug täglich zurückgelegt werden. Die durchschnittlich gefahrenen Kilometer pro Tag sowie die maximal gefahrenen Distanzen geben Rückschlüsse darüber, wieviel Prozent der Fahrten mit einem Elektroauto möglich wären. In einem nächsten Schritt kann sogar eine Simulation verschiedener Elektrofahrzeuge anhand des ermittelten Fahrprofils erstellt werden. Diese Möglichkeit zur Erfassung des Fahrprofils mit anschließender Auswertung nutzt die ESD Dienstleistungsgruppe nun für fünf ausgewählte Fahrzeuge aus ihrem Fuhrpark.

Handwerkskammer und Uni sind mit im Boot

Betreut wird die ESD Dienstleistungsgruppe bei ihrer Mobilitätsanalyse von der Handwerkskammer für München und Oberbayern. Dr.-Ing. Wolfgang Christl, zuständig für den Bereich „E-Mobilität“ und Experte für Elektromobilität. Er gab Mitarbeitern vor Ort eine Einweisung zur Aufzeichnung der Fahrprofile mit den Smartphones: „Elektromobilität einfach machen erfordert, Batteriekapazität und Ladetechnik stimmig zum Fahrprofil zu wählen“. Bei der Auswertung der Fahrprofile arbeitet die Handwerkskammer für München und Oberbayern mit der Technischen Universität München zusammen.

Die Mobilitätsanalyse gibt es nicht nur für Unternehmen im Landkreis, auch Kommunen sind herzlich willkommen, mitzumachen! Wenn auch Sie in Ihrem Unternehmen oder in Ihrer Kommune dem Thema Elektromobilität mit Fahranalysen oder Beratungen ein Stück näher kommen möchten, können Sie sich gerne an folgende Ansprechpartner wenden:

Dr.-Ing. Wolfgang Christl, Sonderprojekte, E-Mobilität, Telefon 089 5119-239, wolfgang.christl@hwk-muenchen.de

Christoph Mayerhofer, Landratsamt Mühldorf a. Inn, Telefon 08631 699-721, christoph.mayerhofer@lra-mue.de

Pressemitteilung Landratsamt Mühldorf am Inn

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