Erstes Konzept für Areal am Inn

Mehr Platz für Norma und Parken: "Das muss man sensibel angehen"

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Durch die Neugestaltung des Areals am Inn soll einerseits dem Norma-Markt eine Erweiterung ermöglicht werden. Andererseits soll bei einem entstehenden Parkhaus auf Ideen aus Wasserburg, zurückgegriffen werden. Dort kombiniert das Parkhaus am Kellerberg (rechts) Parken und Stadtarchiv)

Mühldorf am Inn - Am Rande der jüngsten Stadtratssitzung wurden auch erste Überlegungen für die Gestaltung des ehemaligen Geländes der "SÜMO" von der Luitpoldallee bis zum Inn vorgestellt. 

"Man kann da nicht einfach einen größeren Parkplatz hinklatschen, das muss man sensibel angehen", betonte Stadtbaumeisterin Birgit Weichselgartner. Sie stellte erste Überlegungen für das Areal vor. "Wichtig war uns, dass die Grünfläche nicht nur bleibt, sondern sogar erweitert wird. Außerdem soll es eine Sichtverbindung Richtung Inn geben." Vor allem aber berücksichtige die Planung die notwendigen Flächen und Voraussetzungen für eine Erweiterung der Norma-Filiale an der Luitpoldallee.


Inspiration aus Wasserburg

"Die Parkplätze, welche sowohl der Markt als auch der übrige Einzelhandel und Berufstätige brauchen, sollen in einem Parkhaus geschaffen werden." Entsprechende Überlegungen waren bereits am Rande einer Vorstellung für ein Parkhaus an der Ahamer Straße Anfang Mai erwähnt worden. "Wir haben uns bei unseren Planungen von Wasserburg inspirieren lassen. So wie auch dort beim Parkhaus am Kellerberg, überlegen wir den Standort auch für unser Stadtarchiv zu nutzen." Die Lage sei sehr gut dafür geeignet.

Das betroffene Areal

Es sei weiterhin geplant, das keine Rücksicht auf das Hallenbad-Projekt genommen werden müsse, sondern stattdessen schon vor dessen Umsetzung mit der übrigen Gestaltung von Teilen des Areals begonnen werden könnte. Es sei aber noch eine Vielzahl an Dingen zu klären. "Vor allem, beispielsweise, das Verkehrskonzept Zu- und Abfahrt ist noch ein wichtiger Punkt." Erste Bürgermeisterin Marianne Zollner (SPD) zeigte sich sehr angetan von den ersten Überlegungen. "Das ist eine sehr schöne Lösung und wir werden durch die voraussichtlich 300 zusätzlichen Parkplätze eine deutliche Verbesserung der Parksituation erreichen."


Auch Lösung für Norma an der Luitpoldallee

Die Verwaltung plant seit Längerem eine Feinuntersuchung im Umfeld des ehemaligen Geländes der "SÜMÖ" von der Luitpoldallee bis zum Inn. Diese soll Grundlage für eine tiefergehende Bauleitplanung sein. Der Wunsch sei, die Möglichkeit der Schaffung von Stellplätzen und der Verbindung zum Inn zu prüfen. Sie dient auch der Sicherung der städtebaulichen Entwicklung des Umfeldes der Altstadt.

Das schließt auch die Schaffung von Grundlagen für eine Erweiterung des Norma an der Luitpoldallee ein. Auf der Bürgerversammlung Ende November des vergangenen Jahres war auch die Zukunft des Norma-Supermarkts an der Luitpoldallee Thema, welcher den letzten Lebensmitteldiscounter in der Innenstadt darstellt. Unter Anwohner besteht die Sorge, das Geschäft könnte schließen. Das Unternehmen selbst erklärte, es sei mit 470 Quadratmetern nicht mehr zeitgemäß und leide seit Jahren unter einer Fremdparkerproblematik.

Die Stadtverwaltung signalisierte bereits, dass eine Verkaufsflächenerweiterung und Vergrößerung der Parkplatzanlage mitgetragen würde, um die Filiale in der Innenstadt zu halten. Es laufen auch bereits Gespräche zwischen Stadt und Unternehmen.

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