Ehrgeizige Zukunftspläne für Campus Mühldorf

Zollner: "Für viele der Studenten ist das hier der ideale Ort!"

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Mühldorf am Inn - Im Rahmen der jüngsten Stadtratssitzung gab Bürgermeisterin Marianne Zollner (SPD) einen Überblick über den aktuellen Stand beim Campus Mühldorf.

"Bei einem Ortstermin heute haben viele Studierende gelobt, dass Mühldorf für sie der ideale Ort ist", freute sich Bürgermeisterin Marianne Zollner, "So entfallen für Studierende aus der Stadt und dem Landkreis lange Pendlerwege und sie können weiter zu Hause wohnen, wenn sie das wollen." Es gäbe aber auch Studierende aus Stadt und Landkreis Rosenheim sowie den Landkreisen Altötting, Berchtesgadener Land und Traunstein. "Sogar ein Münchner ist dabei!", konnte Zollner berichten. 

Derzeit Interims-Lösung im Industriegebiet

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"Die derzeitige Interims-Lösung ist eine großartige Leistung", lobte Zollner, "Das Haus ist sehr gut ausgebaut und passt wunderbar zu den Anforderungen der Hochschule!" Mitte 2017 war beschlossen worden, dass der Campus Mühldorf der TH Rosenheim für mindestens vier Jahre in einem ehemaligen Gewerbegebäude im Industriegebiet unterkommt. Seit Dezember läuft dort nun der Hochschulbetrieb. Es gibt 30 Arbeitsplätze, zwei "Skilllabs", eine Bibliothek, eine studentische Teeküche, 259 Sitzplätze in sieben Hörsälen mit jeweils 20 bis 61 Plätzen und einen Adobe Connect-Raum. 

Angeboten werden dort Studiengänge in den Bereichen Betriebswirtschaftslehre, Pflege und Pädagogik und seit dem Semester 2017/2018 auch soziale Arbeit. Derzeit gibt es dort 280 Studierende. 

Wie die Verwaltung bereits beim Stadtratsbeschluss im vergangenen Jahr laut dem Mühldorfer Anzeiger damals betonte, entstanden der Stadt durch die Umbauarbeiten für die Interimslösung keine zusätzlichen Kosten. Denn diese übernahm, ebenso wie die EDV-Ausstattung, die Rosenheimer Hochschule.Die Stadt stellt ein Grundstück im Wert von etwa 6 Millionen Euro zur Verfügung und hat per Stadtratsbeschluss die finanzielle Beteiligung an den Hochschulkosten insgesamt auf 7,5 Millionen Euro gedeckelt. Aus diesem Budget werden derzeit bereits Miete und Betriebskosten im Interimsgebäude bestritten (Etwa 400.000 Euro pro Jahr). Es bleiben nach vier Jahren also noch etwa 6 Millionen Euro für den Neubau als Anteil der Stadt Mühldorf übrig. Zunächst soll dabei ein kleiner Neubau entstehen, wodurch insgesamt Platz für bis 700 Studierende geschaffen werden soll. Dem soll dann das eigentliche Gebäude folgen, welches dann Platz für bis 1000 Studierende bieten soll. 

Zukünftige Finanzierung noch nicht abschließend geklärt

Für die Finanzierung der verschiedenen Ausbaustufen braucht die Stadt die Finanzierungspartner Bayerischer Staat und Landkreis. Hierzu laufen derzeit Gespräche 

"Langfristig ist unser Ziel, einen Campus für sogar bis zu 1500 Studierende bieten zu können", erklärte die Bürgermeisterin. Das Bildungsangebot solle außerdem weiter gestärkt werden. Es gäbe auch schon zahlreiche Anfragen und Angebote von möglichen Investoren. "Sogar in München spricht man über unseren Campus", konnte Franz Essl (Freie Mühldorfer) verkünden. Neben der Behandlung der Finanzierung des Campus im Kreistag stehen nun als nächster Schritt noch weitere Gespräche mit der Hochschule für die Stadt an. 

Auch Waldkraiburg soll eine Außenstelle der Hochschule Rosenheim bekommen. Im Rahmen seiner Regierungserklärung gab Ministerpräsident Dr. Markus Söder Mitte April bekannt, dass dort ein Technologie-Transferzentrum mit dem Schwerpunkt auf biobasierten Materialwissenschaften entstehen soll. Das stößt nicht nur auf Begeisterung. "Wir sind beim Thema Hochschul-Standort gebrannte Kinder", gab Stadtrat Ulli Maier (UWG) zu bedenken.

Rubriklistenbild: © Stadt Mühldorf/dpa (Montage)

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