Stammen aus Oberbergkirchen, Seeon und Gangkofen

Dieses Trio will in Mühldorf eine neue Brauerei beheimaten

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Von links: Valentin Reuber, Julia Hinter und Max Vetter.
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Mühldorf am Inn - Ehrgeizige Pläne haben drei junge Braumeister aus der Region, die mit "Innbräu" eine neue Brauerei in die Kreisstadt bringen wollen. 

"Die eigene Brauerei, wo man dann seine Braukunst so ausleben kann, wie man sich das vorstellt. Da träumt doch insgeheim jeder Braumeister davon", meint Max Vetter (29). Schon in der gemeinsamen Lehrzeit bei der Brauerei Unertl in Mühldorf habe er zusammen mit Julia Hinter (27) entsprechende Pläne geschmiedet. Später kam dann noch Valentin Reuber (28) dazu. 

Vetter stammt aus Oberbergkirchen, Hinter aus Gangkofen und Reuber aus Seeon."Mühldorf als Standort macht aus vielerlei Gründen Sinn. Klar, wir kannten den Ort schon. Aber es ist auch einfach noch ein weißer Fleck auf der Karte der Brauereien. Aktuell gibt es ja nur noch den Unertl-Weißbräu dort."

Der geplante Standort für die Brauerei, westlich des Obi-Marktes.

Eine Weile habe man auch über einen Namen gegrübelt. "Dann stand natürlich noch die Frage eines Namens im Raum", berichtet Reuber weiter. "Da haben wir vor über einem Jahr fünf bis sechs Wochen herumüberlegt, bis es uns wie Schuppen von den Augen fiel: 'Innbräu' - natürlich!" Der Name stehe perfekt für die Verbundenheit zu Stadt und Region. Die drei Gipfel auf dem Etikett der Flaschen wiederum stünden für das Brauer-Trio. Das Mühlradl für die Innstadt. Nur was es mit dem "5'17er" auf sich hat, das wollen sie noch nicht verraten.

Trio bringt viel Erfahrung mit

"Zwischen uns haben wir etwa 30 Jahre Erfahrung", berichtet Vetter. Er selbst war nach seiner Lehre mehrere Jahre in Afrika für einen Getränke-Zentrifugen-Hersteller tätig. Dann besuchte er die Brauereischule Doemens in Gräfeling und schloss mit dem Meisterbrief als Brauer ab. Seit 2016 ist er auch Biersomelier. Er wird sich als Betriebswirt primär um den Vertrieb kümmern. 

Auch Hinter ist seit 2017 Biersomelier und holte sich ihren Braumeister-Brief ebenfalls bei Doemens. Zusätzlich hat sie Erfahrung in der Gastronomie. Sie soll dann künftig Chefin der Sudkessel sein. Zuletzt Reuber hat in Weihenstephan Brauerei- und Getränketechnologie mit dem Abschluss "Master of Science studiert und soll für die technische Ausstattung verantwortlich sein.

Seit etwa einem Jahr nun laufen die Planungen für die Verwirklichung ihrer Pläne. Entstehen soll eine etwa 1200 Quadratmeter große Brauerei mit Gaststätte und Biergarten, inklusive Veranstaltungsraum westlich des Obi-Marktes an der Perkhoferstraße. Etwa 1,5 bis 2 Millionen Euro wird das kosten. 

"Wir wollen einiges anders machen als viele im Zuge des Craft-Beer-Trends entstandene Betriebe", betont Reuber. "Viele davon haben ja nicht die Möglichkeit in eigenen Räumlichkeiten zu brauen, sondern müssen sich in andere Brauereien einmieten." Sie wollten nun nicht nur einen eigenen Standort haben, sondern dieser solle dann auch als Veranstaltungsort funktionieren. "Geburtstage, Hochzeiten und andere Veranstaltungen, wie Kaberett oder Musikdarbietungen sollen dort möglich sein. Und natürlich Brauerei-Führungen für Bier-Begeisterte!" Eine Brauerei aus der Region, für die Region wollen sie werden. 

Auf dem Mühldorfer Traditionsvolksfest vertreten

Derzeit läuft noch ein Verfahren zur Änderung des Bebauungsplans "Hirsch am Hart", in dessen Bereich sich der geplante Standort befindet. "Das muss noch durch den Stadtrat. Auch die öffentliche Auslegung steht noch an." Sie hoffen, dass das Projekt dann bis zur zweiten Jahreshälfte 2020 oder spätestens dem Frühjahr 2021 umgesetzt wird. 

So soll die geplante Brauerei und Gaststätte vielleicht einmal aussehen. 

Wer die drei kennen lernen will, hat dazu übrigens bald Gelegenheit. "Wir werden auf dem Mühldorfer Traditionsvolksfest am Stand der Gocklbraterei Obermeier unser Pils verkaufen.", berichtet Vetter. Dabei werde an jedem Tag einer von ihnen vor Ort sein. An einigen Tagen, wie der Eröffnung oder dem Schützen- und Trachtenumzug sei sogar das gesamte Trio vertreten. "1000 Liter haben wir gebraut. Schauen wir mal, ob es bis zum letzten Tag reicht." 

Große Begeisterung in unserer Leserschaft erzeugte vor kurzem die Eröffnung eines neuen "Tasty Gorilla"-Restaurants im Kino "Hollywood am Inn". Im Gespräch mit innsalzach24.de berichtet einer der beiden Betreiber, warum man rechtzeitig reservieren sollte und was seine Burger ganz besonders macht.

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