Als Ersatz für ausgefallenes Traditionsvolksfest im Gespräch

Darum gibt es in Mühldorf keinen "Sommer in der Stadt"

Mühldorf am Inn: Doch kein "Sommer in der Stadt" wie in Rosenheim
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Einen "Sommer in der Stadt" beziehungsweise ein dezentrales Volksfest wird es heuer nicht in Mühldorf geben. Zu den Gründen äußerten sich nun Volksfestmanager Walter Gruber (links) und Erster Bürgermeister Michael Hetzl (rechts).

Mühldorf am Inn - Aus dem Vorschlag für einen "Sommer in der Stadt" beziehungsweise ein "dezentrales Volksfest" wird nun doch nichts. Wir haben uns nach den Gründen erkundigt.

"Seit Beginn der Corona-Krise stehen wir in engem Kontakt mit den Schaustellern, Standbetreibern und Gastronomen", erklärt Volksfestmanager Walter Gruber gegenüber innsalzach24.de. Aufgrund der schwierigen wirtschaftlichen Situation hätten viele Schausteller und Standbetreiber ihre Fahrzeuge abgemeldet und das Personal ausgestellt, um die Corona-Krise wirtschaftlich überleben zu können und Kosten zu senken. 


Vorschlag der SPD

Die SPD hatte zuvor angeregt, wie in Rosenheim und vielen anderen Städten, auch in Mühldorf am Inn einen "Sommer in der Stadt" anzubieten.  Früh hatte sich allerdings schon abgezeichnet, dass das nicht ohne weiteres möglich sein würde. Dabei handelt es sich um eine Art dezentrales Volksfest, als Alternative für entfallene Veranstaltungen. 

Bei diesem Konzept werden Fahrgeschäfte und Buden, die sonst auf dem Volksfest auftreten würden, über das Stadtgebiet verteilt. Ergänzt wird dies durch Aktionen und Veranstaltungen durch die Gemeinde, Künstler und lokale Geschäftsleute.


Nützliche Links zu Corona:

Ein Alternativangebot zum Volksfest sei für die Gastronomie und die Standbetreiber unrentabel, so Gruber weiter. Vor kurzem habe ein Treffen zwischen der heimischen Gastronomie, den Standbetreibern und der Stadtverwaltung stattgefunden. "Mit dem gleichen Ergebnis", so Gruber. "Auch uns fällt es nicht leicht, heuer kein Volksfest oder eine Alternativveranstaltung im Stadtplatz, am Inn oder am Volksfestplatz abhalten zu können, aber wir müssen uns an die gesetzlichen Vorgaben halten."

Hetzl: "sind noch nicht über den Berg"

Darauf verweist auch Erster Bürgermeister Michael Hetzl (UM). "Nach dem Bayerischen Infektionsschutzgesetz bleiben öffentliche Veranstaltungen weiterhin untersagt. Daher können, auch nach Rücksprache mit dem Landratsamt, solche größeren Veranstaltungen weiterhin nicht genehmigt werden." 

Besonders weist er auf die gesundheitlichen Aspekte hin: "Man sieht anhand zahlreiche Beispiele, wie ein zu sorgloser Umgang mit COVID-19 neue Ansteckungsherde Aufflammen lässt und damit wieder zu weiteren Restriktionen führt. Wir sind noch nicht über den Berg und haben die Erste Welle noch nicht vollständig überstanden."

hs

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