Mit Abstimmung: Die richtige Entscheidung?

Pläne für SÜMO-Gelände: Darum steigt der Stadtrat auf die Bremse

Pläne für ehemaliges SÜMO-Gelände, Norma-Markt und Beispiel des Wasserburger Parkhauses
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Durch die Neugestaltung des Areals am Inn soll einerseits dem Norma-Markt eine Erweiterung ermöglicht werden. Andererseits soll bei einem entstehenden Parkhaus auf Ideen aus Wasserburg, zurückgegriffen werden. Dort kombiniert das Parkhaus am Kellerberg (rechts) Parken und Stadtarchiv)

Mühldorf am Inn - Eigentlich sollte der Stadtrat in seiner jüngsten Sitzung die Ausschreibung eines Wettbewerbs für Stadtplaner beraten. Diese sollten ein Konzept für das ehemalige "Sümo"-Gelände erarbeiten. Doch das Thema wurde zurückgestellt.

Die Stadtverwaltung betonte, der Wettbewerb sei der "nächste konsequente Schritt". Denn das Ergebnis werde Grundlage der folgenden Bauleitplanung sein. "Hauptaufgabe der teilnehmenden Planungsbüros wird sein, auf dem Wettbewerbsgebiet die Errichtung eines Parkhauses mit angegliedertem Stadtarchiv, der Verkehrsführung, die Schaffung einer öffentlichen Grünanlage mit der Verbindung der Innenstadt bis zum Inn, sowie die Stärkung des vorhandenen Norma-Marktes darzustellen."


Widerstand im Stadtrat

Doch im Stadtrat regte sich erheblicher Widerstand. "Wann haben wir denn diese Wünsche wirklich einmal konkret definiert? Das waren doch alles nur erste Ideen, die Ende Oktober des vergangenen Jahres einmal vorgestellt, aber nicht beschlossen wurden!", beklagte Stadtrat Markus Saller (UWG). "Wir sollten das erst einmal ordentlich durchsprechen und einen konkretes Konzept beschließen." 


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Saller führte weiter aus, dass so auch beispielsweise die Einbindung des Stadtplatzes oder auch des Hauses "Stadtplatz 58" gar nicht berücksichtigt würde. "Das sind 3,5 Hektar in bester Innenstadtlage. Wenn ich so einen großen Wurf machen will, braucht es durchdachte Planungen, die auch vom Stadtrat beschlossen wurden, bevor man Planer beauftragt." Auch viele andere Räte schlossen sich in ihren Wortmeldungen Saller an. 

Thema zurückgestellt

"Wir bekommen, vor allem aus dem Einzelhandel, immer wieder Forderungen, dass baldmöglichst mehr Parkraum geschaffen werden soll", erklärte Stadtbaumeisterin Birgit Weichselgartner, "Auch die Erweiterung des Norma-Marktes ist ja etwas, bei dem vielfach eine rasche Umsetzung gefordert wird. Daher wollten wir eine Lösung für einen schnellstmöglichen Fortschritt bieten." Dem widersprach Grünen-Stadtrat Oskar Rau: "Wir dürfen uns nicht von so einem Druck zu übereiltem Handeln verleiten lassen."

Am Ende sprach sich der Stadtrat dafür aus, das Thema zurückzustellen. Es wurde angeregt, dass der neu gewählte Stadtrat in einem Workshop ein konkretes Konzept ausarbeiten soll. 

Unterdessen sorgen sich auch in Rosenheim Anwohner um die Zukunft eines Supermarkts. Ab Mitte September soll der Edeka-Markt in der Austraße 46 schließen.

Anwohner wollen sich nun mit einer Unterschriftenliste für den Erhalt des Markt-Standorts stark machen.

hs

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