für große Hunde und Kampfhunde

Leinenpflicht-Ausweitung: Das sagt die Stadt zu Leser-Vorschlägen

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Ordnungsamts-Leiter Fritz Waldinger äußert sich zu den Vorschlägen unserer Leser. 
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Mühldorf am Inn - Die Leinenpflicht für große Hunde und Kampfhunde wird ausgeweitet. Diese Entscheidung des Stadtrats in dieser Sache wurde in unserer Leserschaft stark diskutiert. Dabei kamen auch zwei Lösungsvorschläge auf, zu denen die Verwaltung nun Stellung bezog. 

Ein Vorschlag, der mehrfach gemacht wurde und viel Zuspruch fand, war der für eine ausgewiesene Hundewiese. Es wurden diverse Beispiele, wie Dachau oder Salzburg ins Spiel gebracht. Ein weiterer Vorschlag kam von Ursula S.: "Man könnte doch wenigstens eine Innseite mit Leinenzwang und eine Seite so lassen, dass man Hunde artgerecht halten kann." Auch dieser fand unter anderen Lesern Zuspruch.

Die betroffenen Wege. (Nachträglich wurde noch der Bereich vom Nikolauskindergarten gbis hinter das Freibad ergänzt.)

"Der Stadtrat hat die Verordnung in der nun beschlossenen Form erlassen, eine Änderung ist daher nicht ohne Weiteres möglich", erklärt Ordnungsamts-Leiter Fritz Waldinger. "Es soll jedoch in zwei Jahren eine Evaluierung der Regelungen erfolgen." In die Vorlage seien im Übrigen bewusst die Wege beiderseits des Inns aufgenommen worden, da es gerade hier im Naherholungsgebiet regelmäßig zu Konfrontationen komme die vermieden werden solle. "Die unmittelbaren Uferbereiche sind von der Leinenpflicht ohnehin nicht betroffen, so dass hier ein freies Laufenlassen nach wie vor möglich ist. Daher ist auch die Ausweisung besonderer Hundespielplätze oder dergleichen derzeit nicht erforderlich."

Entscheidung des Stadtrats

Der Stadtrat hatte in seiner Sitzung am Donnerstagabend mehrheitlich, mit zwei Gegenstimmen aus der CSU, eine Ausweitung der Leinenpflicht-Verordnung für große Hunde und Kampfhunde auf die Naherholungsgebiete am Inn beschlossen. Hintergrund war die wiederholte Forderung danach in vorangegangen Sitzungen. Betroffen sind lediglich sogenannte "große Hunde", also solche mit einer Schulterhöhe von mindestens 50 Zentimetern. Beispiele dafür wären Schäferhunde, Boxer oder Rottweiler. Es gibt bereits in diversen Grünanlagen entsprechende Verordnungen.

Bei unserer Leserschaft rief die Entscheidung gemischte Reaktionen hervor. In einer Umfrage bekundete einerseits eine deutliche Mehrheit ihre Zustimmung zu der Maßnahme. In der Diskussion unter dem Facebook-Post zum Artikel dagegen wurde heftig über das für und wider diskutiert.

Die Diskussion zum Nachlesen:

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