Feuerwehrkommandant spricht über kuriosen Notruf

Ausgebrochener Stier löst Großeinsatz in Mühldorf aus

+
Ist mit einem Schrecken davongekommen: Stier Erich löste nach seinem Ausbruch einen Großeinsatz aus. 
  • schließen

Mühldorf am Inn – Am Samstag, den 2. November, hat sich gegen 19.40 Uhr ein Stier aus seinem Stall bei Mößling befreit. Rund 30 Feuerwehrmänner und Polizisten haben bei der Suche geholfen – mit Erfolg.

Entlaufene Tiere sind keine Seltenheit bei der Feuerwehr. Doch wenn es sich dabei um einen 500 Kilogramm schweren Stier handelt, sind die Einsatzkräfte einer anderen Gefahr ausgesetzt als beispielsweise bei einem ausgebrochenen Kalb. „Bei solchen Einsätze müssen wir mit Verstand an die Sache herangehen. Zudem stehen wir permanent im engen Kontakt mit dem Tierbesitzer“, so 1. Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr Mössling, Michael Jäkel. 

Demnach entscheidet der Einsatzleiter das genaue Vorgehen. In diesem Fall habe man sich darauf verständigt, den Stier namens Erich, nur im Dienstauto zu suchen, ohne das Fahrzeug zu verlassen. „Der Eigenschutz geht immer vor“, bekräftigt Jäkel.

Ersten Informationen vor Ort zufolge soll sich der Stier außerhalb des Geländes aufgehalten haben. Vier Dienstautos der Freiwilligen Feuerwehr Mössling sowie einer Streife der APS Mühldorf und zwei Streifen der Polizeiinspektion Mühldorf haben den Nahbereich bis hin zur A94 abgesucht.

Suche nach Personen oft leichter

Die Suche nach einem Tier sei demnach viel schwieriger als bei einer Person. „Bei Tieren lässt es sich schwer abwägen, wohin sie laufen. Menschen könnte man dahingehend viel besser einschätzen“, erklärt Jäkel gegenüber innsalzach24.de die Schwierigkeiten.

Doch offenbar hat es den Stier selbst wieder nach Hause gezogen. Circa 90 Minuten nach dem Notruf haben die Einsatzkräfte das Tier in einer Ablaufgrube eines Nachbarn entdeckt, wo Erich mithilfe des Besitzers befreit worden ist.

Erst vor Kurzem ist in der Trostberger Innenstadt ein Stier aus einem fahrenden Viehanhänger ausgebrochen und musste wieder eingefangen werden. Ein paar Kilometer weiter machten vor rund zwei Wochen einige Rinder einen Ausflug auf den Rathausplatz in Traunreut. Eines steht dabei aber fest. Mit solchen Tieren wird den Einsatzkräften mit Sicherheit nicht langweilig. Und die Tiere selbst sind nur mit einem Schrecken davon gekommen.

jz

Zurück zur Übersicht: Mühldorf am Inn

Auch interessant

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser

MEHR AUS DEM RESSORT