Für Kostüme bei "The Masked Singer"

Garchingerin für Deutschen Fernsehpreis nominiert

Alexandra Brandner aus Garching für Kostüme für The Masked Singer bei Deutschem Fernsehpreis nominiert
+
Alexandra Brandner (l.) war auch in der zweiten Staffel für die Kostüme (r.) von "The Masked Singer" verantwortlich Dafür erhielt sie nun eine Nominierung beim Deutschen Fernsehpreis.

Garching an der Alz/Mühldorf am Inn - Die aus Garching stammende Gewandmeisterin Alexandra Brandner wurde für ihre Arbeit für "The Masked Singer" für den Deutschen Fernsehpreis nominiert.

"Als da am Dienstag vergangener Woche plötzlich eine Mail bei mir ankam, dass ich nominiert sei, habe ich erstmal gedacht, es wäre ein Scherz", erinnert sich Brandner im Gespräch mit innsalzach24.de. "Sowas ist ja nicht alltäglich. Also habe ich mich erstmal rückversichert. Aber dann war die Freude natürlich um so größer!" 


Freude über Würdigung der Arbeit

Mit ihrer Nominierung würdigt die Jury des Deutschen Fernsehpreises herausragende TV-Programme, journalistische und künstlerische Bestleistungen in Produktionen, die zwischen Januar 2019 und April 2020 ausgestrahlt worden sind. Brandner ist in der Kategorie "Beste Ausstattung (Kostüm/Szenenbild) Unterhaltung" nominiert "Die aufwendigen Kostüme der musikalischen Rateshow 'The Masked Singer' auf ProSieben spielen eine herausragende Rolle", schreibt die Jury des Deutschen Fernsehpreises. Neben Brandner sind noch zwei weitere Ausstattungs-Teams nominiert.

Ein Traumduo und immer gut gelaunt - Maskenchefin Marianne Meinl (l.) und Alexandra Brandner (r.).

Sie habe nach Bekanntwerden der Nominierung bereits Glückwünsche von Freunden, Bekannten aber auch von zahlreichen Leuten aus der Fernsehwelt, die von ihr bereits ausgestattet wurden erhalten. "Es freut mich enorm, dass durch diese Nominierung auch die Arbeit der Kostüm- und Maskenbildner gewürdigt wird", erklärt Brandner. Wichtig sei ihr auch, dass hinter der aufwändigen Arbeit das gesamte Team stecke. "Allen voran unsere Maskenchefin Marianne Meinl. Ohne sie ginge gar nichts und sie leistet unglaubliche Arbeit!", berichtet Brandner.


Enormer Aufwand für Kostüme

Es ist ein enormer Aufwand, der in die Kostüme für "The Masked Singer" fließt. Für die zweite Staffel von "The Masked Singer" produzierten Brandner und ihr Team schon das zweite Mal zehn neue Kostüme. Bei der Live-Show auf ProSieben treten Prominente in aufwändigen, überdimensionalen Kostümen auf, die sie komplett verhüllen. Anhand kleiner Indizien in Einspielfilmen, die Bühnen-Performance und die echte, unverfremdete Stimme während ihrer Songs gilt es dann ihre Identität zu erraten.

Diese kennen selbst Brandner und ihre Mitarbeiter im Vorfeld nicht, was seine eigenen Herausforderungen für ihre Arbeit birgt. Sie bekommen nur eine ungefähre Größe, den Kopfumfang und die Schuhgröße. Sonst muss ins Blinde gefertigt werden. "Da ist man dann vor jedem Auftritt natürlich hochnervös, ob wirklich alles gepasst hat und ordentlich sitzt!" Die Arbeit sei immer sehr anstrengend. "Wir haben da auch nur einen verhältnismäßig kurzen Vorlauf. Etwa sechs Wochen, dann müssen die Kostüme da sein", erzählt Brandner. "In diesem Zeitraum wird dann täglich ab 4 Uhr morgens jeden Tag 16 Stunden die ganze Woche durchgearbeitet." 

Aufträge auch für andere Ausgaben von "The Masked Singer" in Europa

Doch die Mühe lohnt sich. Die hohe Qualität und Liebe zum Detail bei den "The Masked Singer"-Kostümen wird auch international geschätzt. Daher produziert Brandners Team nun auch Kostüme für Ausgaben der Sendung in anderen europäischen Ländern, unter anderem in Belgien. "Da ist es übrigens nicht so, dass die Identität der Promis derart geheim gehalten wird, wie hierzulande", bemerkt sie. "Also haben wir es etwas einfacher, was die Angaben zu Maßen und so weiter angeht und wissen auch, wer dann im Kostüm stecken wird." Brandner konnte in der Folge ihre Produktionsstätte vergrößern und ist vor kurzem auch von Altötting nach Mühldorf umgezogen.

Viel Arbeit fließt in die Kostüme für "The Masked Singer", hier Bilder von der Arbeit für die Erste Staffel. links: Tentakel für den Oktopus, rechts: Mitarbeiterin Estella Moser richtet den Astronatenhelm neu ein

Nun wird sie gespannt abwarten, wie sich die Jury letztlich entscheidet. "Alleine die Nominierung war schon toll, aber den Preis zu erhalten wäre natürlich eine tolle Würdigung der vielen, harten Arbeit, welche in die Kostüme geflossen ist", meint sie abschließend. Die Entscheidung soll im Laufe der kommenden Woche bekanntgegeben werden. Eine große Gala-Veranstaltung wird es wegen der Corona-Pandemie heuer leider nicht geben.

hs

Kommentare