Förderprogramm "Lernen vor Ort" läuft aus

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v.l.n.r.: Landrat Georg Huber, Cornelia Quennet-Thielen (Staatssekretärin im Bundesministerium für Bildung und Forschung), Ansgar Wimmer (Sprecher des Sprecherkreises des nationalen Stiftungsverbundes „Lernen vor Ort“

Mühldorf - Im Jahr 2009 startete im Landkreis das vom Bund und der EU geförderte Projekt "Lernen vor Ort", das in diesem August endet. Eine Bilanz der Verantwortlichen:

Seit 2009 läuft im Landkreis Mühldorf a. Inn das vom Bund und von der EU geförderte Projekt „Lernen vor Ort“. Mit August 2014 läuft das Förderprogramm planmäßig aus. Das übergeordnete Ziel des Programms: Die individuellen Bildungsbedarfe der Menschen im Landkreis Mühldorf a. Inn richtig zu erkennen und abzudecken. Hierfür wurden im Laufe der fünfjährigen Arbeit Lösungen für die Region ermittelt sowie Bildung und Lernen ganzheitlich und für alle Lebensphasen auf kommunaler Ebene organisiert und koordiniert.

Zwei zentrale Veranstaltungen markierten die Einleitung der Endphase von „Lernen vor Ort“: ein Festakt im Hamburger Bahnhof in Berlin mit der Überreichung der Auszeichnung als Modellkommune und als „Ideengeber für das kommunale Bildungsmanagement“ sowie die Vorstellung des zweiten Bildungsberichtes im Rahmen der vierten Bildungskonferenz.

Stellvertretend für den Landkreis Mühldorf a. Inn nahm Landrat Georg Huber am 16. Juni im Hamburger Bahnhof in Berlin eine Auszeichnung als Modellkommune und als „Ideengeber für das Kommunale Bildungsmanagement“ entgegen. Rund 200 Gäste und Vertreter der teilnehmenden Kommunen von „Lernen vor Ort“ kamen nach Berlin, um dem Festakt beizuwohnen. Die Staatssekretärin im Bundesministerium für Bildung und Forschung, Cornelia Quennet-Thielen, übergab gemeinsam mit Ansgar Wimmer, Sprecher des Sprecherkreises des nationalen Stiftungsverbundes „Lernen vor Ort“, die Awards an 35 Kommunalvertreter, darunter zahlreiche Land- und Kreisräte, Bürgermeister und Dezernenten.

Quennet-Thielen würdigte im Beisein von hochrangigen Stiftungsvertretern das Engagement im kommunalen Bildungsmanagement und hob das Engagement der Kommunen wie der Projektleitungen und Teams aus „Lernen vor Ort“ deutschlandweit hervor. Zugleich stellten sich in Berlin die ersten vier von insgesamt zehn geplanten Transferagenturen vor. Sie werden die in „Lernen vor Ort“ erarbeiteten Instrumente, Prozesse und strukturelle Ideen und Erkenntnisse in die Breite tragen. (Textquelle zum Festakt im Hamburger Bahnhof: Bundesministerium für Bildung und Forschung)

„Die Auszeichnung des Bundes als Modellkommune durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung ist eine besondere Anerkennung der großartigen Netzwerkarbeit der letzten Jahre. Ich habe mich sehr gefreut, diese Plakette, stellvertretend für alle unsere Kooperationspartner, für alle Akteurinnen und Akteure, die sich in Bildungseinrichtungen, bei Bildungsträgern, in der Wirtschaft, der Verwaltung und in den Kommunen des Landkreises Mühldorf a. Inn engagieren, entgegenzunehmen. Besonders stolz hat es mich gemacht, dass der Bund im Rahmen dieser Auszeichnung unser Kooperationsprojekt im Rahmen des Monitorings ‚Den Übergang im Blick. Wir fragen Eltern.‘ als beispielhaft für alle Modellkommunen so besonders positiv hervorgehoben hat.

Diese umfassende Elternbefragung verdeutlicht beispielhaft, dass Bildungsmonitoring bei uns im Landkreis nicht darauf beschränkt ist, ‚nackte Zahlen‘ zu erheben. Vielmehr geht es darum, entsprechend unserem Leitbild ‚der Mensch im Mittelpunkt‘ die Betroffenen, in dem Fall die Eltern, als ‚Experten in eigener Sache‘ zu Beteiligten zu machen und sie in einen konstruktiven Dialog einzubinden. Als Ergebnis konnte die Zusammenarbeit aller am Übergang beteiligten Akteure intensiviert und damit verbessert werden, es entstanden gemeinsam erarbeitete Leitsätze für den Übergang sowie ein mit praktischen Tipps ausgefüllter Elternratgeber.“

Die finale Abschlussveranstaltung von „Lernen vor Ort“ im Landkreis Mühldorf a. Inn stellte die vierte Bildungskonferenz im Mühldorfer Haberkasten mit Vertreterinnen und Vertretern aus der Politik, des Lenkungskreises, aus Schulen und Kindertagesstätten sowie Bildungsakteuren dar. Zentrales Thema war die Präsentation des zweiten Bildungsberichtes für den Landkreis Mühldorf. Er beinhaltet einen wissenschaftlichen und systematischen Überblick zu den Bildungsangeboten, den Bildungsteilnehmern und der Bildungsbeteiligung im Landkreis Mühldorf. Der erste Bildungsbericht wurde 2012 veröffentlicht.

„Durch den Bildungsbericht können Bildungsverantwortliche vor Ort spezifische Probleme besser erkennen. Darüber hinaus können sinnvolle sowie vorausschauende Strategien für das regionale Bildungswesen entwickelt werden“, erklärte Landrat Georg Huber. Dieser Weg funktioniere laut Huber nur gemeinsam mit allen Bildungsakteuren, Eltern, Ehrenamtlichen und Kommunalpolitikern, bei denen er sich herzlich für die geleistete Arbeit bedankte. Das Ende des Förderprogramms „Lernen vor Ort“ stelle jedoch nicht das Ende der intensiven Arbeit im Bildungsbereich dar: „Wir werden weiterhin aktiv und mit dem gleichen Engagement und der gleichen Leidenschaft unsere regionale Bildungslandschaft gestalten“, so der Landrat.

Pressemeldung Landratsamt Mühldorf a. Inn

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