Infoveranstaltung am 13. März

Mühldorfer sollen in Stadtentwicklung mit eingebunden werden

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Mühldorf am Inn - Eine Informationsveranstaltung am 13. März ab 17 Uhr im Haberkasten soll über eine neue Methode zur Stadtentwicklung informiert werden. 

Einen "Neustart in der gesamten Stadtentwicklung" nannte Bürgermeisterin Marianne Zollner es laut dem Mühldorfer Anzeiger, als der Stadtrat Anfang Mai des vergangenen Jahres die Neuaufstellung des Flächennutzungsplans beschloss. Wie die Stadtverwaltung betont, soll er aufzeigen, wie eine zukunftsorientierte Stadtentwicklung auf nachhaltigem Weg erreicht werden kann. Für das gesamte Stadtgebiet enthalte er "Mosaiksteine" wie Wohnen, Gewerbe, Grün- und Erholungsflächen, Verkehr, Wegeverbindungen, soziale Infrastruktur und vieles mehr.

In den Monaten nach dem Stadtratsbeschluss überarbeitete die Stadtverwaltung mit verschiedenen Planungsbüros die Grundlage der Stadtentwicklung. Zuvor war auch ein Landschaftsplan in Auftrag gegeben worden. Bei dessen erster Vorstellung im März 2017 erklärte das beauftragte Planungsbüros, eines der Hauptziele sei es, die Stadt"näher an den Inn"zu rücken, wie der Mühldorfer Anzeiger damals berichtete.

Bürgerinnen und Bürger sollen eingebunden werden

Auch die Bürgerinnen und Bürgern sollen von Anfang an in den Prozess der künftigen Stadtentwicklung eingebunden werden. "Mit der Informationsveranstaltung am Dienstag, 13. März um 17 Uhr im Haberkasten fällt der Startschuss zur gezielten Steuerung der Stadtentwicklung mit einer neuen Methode, die eine intensive Bürgerinformation und Bürgerbeteiligung beinhaltet", schreibt die Stadt in einer Pressemitteilung, "Alle Bürgerinnen und Bürger sind hierzu herzlich eingeladen."

Bei der Auftaktveranstaltung stellen sich die Planer, die den Flächennutzungsplan, die Landschaftsplanung und das Verkehrskonzept fachlich begleiten werden, vor. Bei diesem ersten Termin wird über den Prozess der Stadtentwicklung im Allgemeinen informiert und es werden die weiteren Verfahrensschritte erläutert. In mehreren darauffolgenden Bürgerwerkstätten können die Bürgerinnen und Bürger ihre Ideen und Vorschläge einbringen. "Ich freue mich auf ein reges Interesse der Bürgerinnen und Bürger, denn die Stadt soll auch in Zukunft unsere liebenswerte Heimat sein, die Tradition und Fortschritt vereint.", so Bürgermeisterin Marianne Zollner.

Leser nannten einige Probleme bei Stadtumfrage

In einer großen Stadtumfrage im Januar hatten die Leser von innsalzach24.de die Gelegenheit, mitzuteilen, was Ihnen an der Stadt gefällt und was sie nervt. Auch Vertreter der Lokalpolitiker erhielten die Gelegenheit, sich dazu zu äußern. Bei der Kritik an der Stadt gab es dabei einige aussagekräftige Stimmabgaben. Die Parkplatzgebühren und die Parkplatzsituation im allgemeinen führten beispielsweise mit 48 beziehungsweise fast 40 Prozent der Stimmen das Meinungsbild an. 

Bürgermeisterin Zollner erklärte dazu, beim Thema Parken eine für alle Beteiligten gute Lösung zu finden, sei "eine der größten Herausford erungen" für die Stadt. Die Fraktionssprecher der im Stadtrat vertretenen Parteien sahen das Thema sehr unterschiedlich. Wichtiger als zusätzliche Parkplätze sei ein gut ausgebauter ÖPNV, so Georg Gafus (Grüne). Markus Saller (UWG) erklärte, er könne die Kritik, man bekäme keine Parkplätze aus eigener Erfahrung nicht nachvollziehen. Oskar Stoiber (CSU) betonte wiederum, seiner Ansicht nach seien zu wenig Parkplätze im Innenstadtbereich vorhanden.

Der Mangel an bezahlbarem Wohnraum führte bei 34 Prozent zu Unmut. Auf Facebook wurde häufig kritisiert, dass zu sehr der Zuzug von Auswärtigen gefördert würde, während für Einheimische die Wohnungen knapp würden. Bürgermeisterin Marianne Zollner wies hierzu auf den Bau von 66 Sozialwohnungen hin. "Ansonsten haben wir als Stadt wenig Einfluss auf die Preisgestaltung von Wohnungen und Häusern", so Zollner,"Denn der Preis wird vom freien Markt bestimmt, über Angebot und Nachfrage." CSU-Fraktionsvorsitzender Oskar Stoiber ergänzte, dass die Stadt mit dem sogenannten "Enheimischenmodell" bezahlbare Grundstücke für Eigenheimbau für Mühldorfer Bürger zur Verfügung zu stellen bemüht sei. Auch die Fraktionsvorsitzenden von Grünen und UWG schlossen sich dem weitgehend an.

hs/Pressemitteilung Stadt Mühldorf

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