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IHK-Digitalisierungsforum in Mühldorf gibt Tipps

„Kann jeden Betrieb treffen“: Cyber-Angriffe auf Unternehmen

Cyberangriffe auf Unternehmen - Erkennen, Abwehren und Vermeiden
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v.l.n.r.: Herbert Prost, Leiter IHK-Geschäftsstelle Mühldorf, Franz Auer von Netzsch Pumpen und Systeme, Markus Wagner und Marcellus Glovania, beide ARTUS Gruppe, und Andreas Bublak, Vorstandsmitglied COC AG Burghausen und Mitglied des IHK-Regionalausschusses Altötting-Mühldorf.

Wie sich Unternehmen bestmöglich vor Angriffen auf ihre UnternehmensIT schützen können, stand im Mittelpunkt des jüngsten IHK-Digitalisierungsforums im Mühldorfer Haberkasten. Veranstalter war die IHK-Geschäftsstelle Mühldorf auf Initiative des IHK-Regionalausschusses Altötting-Mühldorf und seines Arbeitskreises Digitalisierung. 

Die Pressemitteilung im Wortlaut:

Mühldorf – Zunächst informierte Professor Stefan Katzenbeisser vom Lehrstuhl für Technische Informatik der Universität Passau die Vertreter aus zahlreichen mittelständischen Betrieben über die aktuelle Bedrohungslage. Diese hat sich aufgrund des Ukraine-Krieges noch einmal verschärft. Laut Katzenbeisser wachse die Anzahl und Komplexität von Cyberangriffen auf Unternehmen, die verursachten Schäden würden immer größer. Die Angreifer machten dabei auch nicht vor kleineren Betrieben halt.

„Aufklärung tut daher dringend Not. Es kann jeden Betrieb treffen“, bestätigte Herbert Prost, Leiter der IHK-Geschäftsstelle Mühldorf. Er verwies auf eine IHK-Umfrage, die aufzeigt, wie groß der Handlungsbedarf in der IT-Sicherheit ist. Trotz seit Jahren zunehmender Cyber- und Hackerangriffe sind der Umfrage zufolge betriebsinterne und organisatorische Vorbereitungen für einen IT-Notfall noch immer kein Standard in vielen Firmen aus Industrie, Handel und Dienstleistungen.

Eine aktive Suche nach unbekannten Sicherheitsproblemen oder größere Vorbereitungen auf Notfälle finden noch zu wenig statt. Etwa 92 Prozent der Unternehmen machen zwar regelmäßige Sicherungskopien (Backups) ihrer Daten, aber nur 45 Prozent beschäftigen einen Informationssicherheitsbeauftragten und nur 43 Prozent haben Notfallpläne sowie Handbücher für den Fall einer Cyberattacke vorbereitet.

IT-Experte Katzenbeisser und Gastreferent Franz Auer, IT-Leiter beim Waldkraiburger Unternehmen Netzsch Pumpen und Systeme, gaben im Verlauf des Abends Ratschläge für Maßnahmen zur Abwehr von Angriffen auf die IT-Infrastruktur eines Unternehmens. Auer musste während eines Cyber-Angriffs auf Netzsch 2020 miterleben, wie Hacker Teile des Unternehmensnetzwerkes von außen verschlüsselten. Danach stand die Produktion in Waldkraiburg weitgehend still.

„Wir konnten nicht mehr auf unsere Daten zugreifen und das System war lahmgelegt“, so Auer. Er berichtete über die Erfahrungen, die das Unternehmen mit dem Angriff gemacht hat, die Folgen und wie sie bewältigt wurden. Forderungen nach Lösegeld hat Netzsch damals nicht erfüllt. Versicherungsexperten der ARTUS-Gruppe informierten abschließend über Möglichkeiten, wie sich Unternehmen gegenüber Schäden, die Cyber-Angriffe nach sich ziehen, absichern können.

Das IHK-Digitalisierungsforum findet seit 2017 statt. Die Veranstaltungsreihe greift für Unternehmen relevante Themen aus dem Umfeld der Digitalisierung sowie Informations- und Kommunikationstechnik auf. 

Pressemitteilung der IHK für München und Oberbayern 

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