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Verkehrswende Mühldorf

„FahrRad in Mühldorf“: Bürgerinitiative veranstaltet Aktionstag zum Thema Radeln

Gruppenbild Verkehrswende Mühldorf
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Gruppenbild mit (v.l.n.r.) Marianne Kraft (Jugendparlament) sowie einigen Mitgliedern der „Verkehrswende“: Ferdinand Bischof, Heidi Kückelhaus, Lydia Kraft, Jürgen Kindler und Thorsten Gilles.

Mühldorf - Am 25. September veranstaltete die Bürgerinitiative „Verkehrswende Mühldorf“ einen Aktionstag am Stadtplatz. Dabei ging es vor allem um das Thema Radeln, aber auch um die Barrierefreiheit in Mühldorf.

Die Meldung im Wortlaut

Aus Anlass der Europäischen Mobilitätswoche veranstaltete die Bürgerinitiative „Verkehrswende Mühldorf“ am Samstag dem 25. September von 10 bis 16 Uhr am Stadtplatz einen Aktionstag unter dem Motto „FahrRad in Mühldorf“. Mit Informationsständen, einem Quiz und einer Umfrage zum Thema Radeln, sowie einer Malaktion für Kinder, einer Ausstellung der Firma Stiegler und anderen Angeboten wollten die Organisatoren für das Radfahren im Alltag werben.

Unterstützt wurden sie dabei von der Aktionsgemeinschaft „Mühldorf vor Ort“, die wertvolle Preise für eine Verlosung gestiftet hatte. Bei der Eröffnung dankte Verkehrsreferent Dr. Gafus der Initiative für ihr Engagement und sicherte ihr seine Unterstützung zu.

Thorsten Gilles unterstützt Passantinnen beim Ausfüllen der Fragebögen.

Initiative setzt auf vorausschauende Verkehrsplanung

„Der Autoverkehr in Mühldorf wird immer mehr, es gibt viele Staus; Eltern haben Angst um ihre Kinder, die mit dem Rad zur Schule fahren, Anwohner beschweren sich über Auto- und Motorradlärm zu allen Tages- und Nachtzeiten“, so beschrieb Adelheid Kückelhaus einige der Probleme, die sie und andere vor einem Jahr motiviert haben, die Gruppe zu gründen. Die Initiative versteht sich als Sprachrohr von Betroffenen.

Auf der Webseite www.verkehrswende-muehldorf.de haben Bürgerinnen und Bürger bereits zahlreiche „Brennpunkte“ mit schwierigen Verkehrssituationen gemeldet und Verbesserungsvorschläge gemacht. Die Initiative will aber nicht nur auf einzelne Problemstellen hinweisen , sondern setzt sich auch für eine vorausschauende Verkehrsplanung ein.

„Vor allem für Radfahrer und Fußgänger wird in Mühldorf zu wenig getan“, meinte Jürgen Kindler, ein Mitglied der Initiative, und beklagte besonders die mangelnde Barrierefreiheit, z.B. am Stadtplatz. Sein Kollege Thorsten Gilles benannte als besondere Gefahrenstelle die Innbrücke, wo Rad- und Fußwege viel zu schmal seien.

Um die Umstände und Gründe zu erkunden, die Menschen für oder gegen das Radfahren in der Stadt motivieren, führten Mitglieder des Jugendparlaments eine Umfrage bei Passanten durch. „Die Ergebnisse interessieren uns sehr,“ meinte Christian Kühl, der Vorsitzende von „Mühldorf vor Ort“. Er ist überzeugt, dass die Geschäfte profitieren, wenn das Radeln in der Stadt attraktiver gemacht wird.

Team zeigt sich erfreut über Resonanz der Veranstaltung

Jürgen Kindler erläutert Bürgermeister Hetzl, Stadtrat Dr. Kraft und Richard Rößler den Vorschlag zur Einrichtung eines Aufzugs am Stadtberg.

Bürgermeister Hetzl besuchte die Informationsstände und diskutierte mit den Anwesenden u.a. über den Vorschlag von Wolfgang Schönfelder, einen Aufzug am Stadtberg zu bauen (ähnlich wie in Trostberg und anderen Städten), um besonders Fußgängern, Rollstuhlfahrern und Radlern den Weg zur Innenstadt zu erleichtern. Hetzl erläuterte seine Absicht, die Aufenthaltsqualität am Stadtplatz zu verbessern und eine Radstation hinter dem H&M zu errichten.

Auch für Kinder war Abwechslung geboten: Im Schatten eines Pavillons konnten sie ihren „Spaß beim Radeln“ oder ihre Vision „so wünsche ich mir den Stadtplatz“ mit Wasserfarben darstellen. Nebenan hatten die Organisatoren einen Parkplatz umfunktioniert zu einem „Kinderzimmer“ mit Möbeln und Spielzeug. „Kaum zu glauben, was alles auf einen Parkplatz passt“ meinte eine Besucherin, während ihr Sprössling das Schaukelpferd in Beschlag nahm. Andere Betrachter verglichen an einer Stellwand die Fotos vom „Stadtplatz einst und jetzt“ die verdeutlichten, was an Atmosphäre und Freiraum durch die vollgeparkte Innenstadt verlorengeht

Der Parkplatz wurde zum Kinderzimmer umfunktioniert.

Das „Verkehrswende-Team“ war erfreut über die Resonanz der Veranstaltung: „Es sind viele Leute gekommen, die sich wie wir für das Radeln in der Stadt stark machen und bei uns mitmachen wollen, und es gab gute und konstruktive Gespräche“ so Adelheid Kückelhaus.  „Beeindruckt war ich auch von den vielen älteren Menschen, teilweise über 80, die fast täglich das Rad im Alltag benutzen. Wenn alle diesem Beispiel folgen würden, wären viele Verkehrsprobleme bei uns gelöst“.

Auf Grund des positiven Echos ist an eine Anschlussveranstaltung im nächsten Frühjahr gedacht, z.B. im Rahmen eines „Mobilitäts-Sonntags“, wie ihn „Mühldorf-vor-Ort“-Vorsitzender Kühl im Auge hat.

Pressemitteilung Verkehrswende Mühldorf

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