Bürgermeisterin Zollner klärt auf: 

Warum das Essen für Mühldorfs Kinder nie aus Graz gekommen wäre

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Mühldorfs Bürgermeisterin Marianne Zollner erklärt die Hintergründe der Diskussion um die künftige Essenslieferung für die städtischen Kinder-Einrichtungen. 
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Mühldorf - Viele Diskussionen gab es jüngst um die geplante Essenslieferung an die Kinder des städtischen Kindergartens. Warum Graz nie im Gespräch war und weshalb die hiesige Firma "Byodo" jetzt doch den Zuschlag erhielt, erklärt Bürgermeisterin Marianne Zollner: 

Aufregung in Mühldorf: Der Verwaltungsausschuss beschloss, dass die städtischen Kindereinrichtungen in Mühldorf ab Herbst Essen erhalten, das 326 Kilometer aus Graz anreisen würde. In einer nichtöffentlichen Sitzung wurde der Gedanke noch einmal aufgefasst - mit dem Ergebnis, dass die ansässige Firma "Byodo" schließlich den Zuschlag erhalten hat. Dennoch blieben einige Fragen offen, die Mühldorfs Bürgermeisterin Marianne Zollner innsalzach24.de beantwortet hat: 

Zuallererst stellte Zollner klar, dass das Essen für die Kinder "nie aus Graz" gekommen wäre. "Es handelte sich hierbei um ein Gerücht, das wohl im Rahmen der Diskussionen um die nichtöffentliche Sitzung entstanden ist", so Zollner. 

"Im Gespräch war vielmehr eine Firma mit Sitz im österreichischen Wien, die ihr Lager jedoch in Garching bei München gehabt hätte und sehr viele schulische Einrichtungen beliefert." Die österreichischen Lebensmittel seien zwar preislich günstig gewesen, man entschied sich aber dennoch für regionale Produkte aus Mühldorf

Täglich frische Kost und 100 Prozent Bio 

Essen aus München hätte es also ursprünglich werden sollen. Warum entschied man sich dann plötzlich doch für die hiesige Mühldorfer Firma "Byodo"? "Weil es das Beste für unsere Kinder ist. Regional und frisch - besser geht's wirklich nicht", freut sich die Bürgermeisterin, die mit der Entscheidung sehr zufrieden ist. "Das Essen kostet zwar jetzt etwas mehr, aber dafür ist die Qualität der täglich frisch gekochten Speisen im Gegensatz zu der Tiefkühlware sehr viel besser und 100 Prozent Bio." 

3,60 Euro kostet ein Essen künftig für Kindergartenkinder, 3,40 Euro für Krippenkinder, da die kleinere Portionen bekommen. Vorher habe das Essen für die Kinder laut Zollner 3,15 Euro gekostet. "Natürlich ist das eine Kostensteigerung für uns, aber die Vorteile überwiegen bei dem ansässigen Anbieter deutlich", ist die Bürgermeisterin überzeugt. Die Kostensteigerung sei für den Haushalt der Stadt Mühldorf "vertretbar"

Warum aber entschied sich der Verwaltungsausschus nach ersten Diskussionen für Tiefkühlkost? Das hätte laut Zollner die Vorgabe des "wirtschaftlichen Handelns" gefordert. "Ich bin dennoch froh, dass wir uns für die regionale und optimale Lösung durch 'Byodo' entschieden haben", so Zollner abschließend. 

mb

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