Vorfall am Samstag in Mühldorf

Bauschutt abgeladen: Freigelegte Gasleitung beschädigt?

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Dieses prekäre Foto schickte eine Leserin an die Redaktion.
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Mühldorf am Inn - Am Samstag berichteten wir über einen Unbekannten, der seinen Bauschutt im Baustellenbereich der Töginger Straße entlud. Der Hinweis einer Leserin brachte nun neue Tatsachen an Licht - und warf eine schockierende Frage auf.

Bereits am Samstag berichteten wir darüber, wie ein Unbekannter in der Töginger Straße im Baustellenbereich der Eisenbahnbrücke seinen Bauschutt abgeladen hat. Wie die Polizei damals bekannt gab, sei der Täter von der Fahrbahn abgekommen, habe dabei mehrere Absperrbaken beschädigt und sei schließlich mit seinem Anhänger in einem ausgebaggerten Graben stecken geblieben. Daraufhin habe er beschlossen, gleich seinen Bauschutt im Graben zu lassen. Als er seinen Anhänger endlich befreien konnte, sei er geflüchtet.

Mühldorf: Unbekannter lädt Bauschutt in der Töginger Straße ab 

Eine Leserin wies uns daraufhin, dass das so nicht ganz stimmen könne. "Fakt ist, dass er in einem abgesperrten Gebiet, das in einer Sackgasse endet gegen 23 Uhr wohl ganz bewusst diesen Platz ausgesucht hat, um seinen Unrat loszuwerden und dann versehentlich beim Rückwärtsfahren mit seinem Anhänger im Graben gelandet ist.", schrieb die Leserin an unsere Redaktion. Auch eine Badewanne habe der Unbekannte im Baustellenbereich entsorgt. Das könne kein Zufall sein. Zudem sei im Zuge der Baumaßnahmen eine Gasleitung freigelegt worden, auf die der Bauschutt gekippt worden sei.

Freigelegte Gasleitung: Besteht eine Gefährdung für Anwohner?

Daraufhin fragte innsalzach24.de bei der Polizei nach. "Das kam wohl in der Pressemeldung vom Wochenende falsch rüber, tatsächlich glaubt auch die Polizei, dass der Mann den Bauschutt vorsätzlich an besagter Stelle abgeladen hat", erklärt der Mühldorfer Polizeihauptkommissar Karl Sanladerer. Er habe den Bauschutt wohl absichtlich abgeladen, sei allerdings unabsichtlich steckengeblieben.

Der Fahrer müsse zudem eine gewisse Ortskenntnis besessen haben, denn "ein Fremder hätte seinen Bauschutt wohl eher im Wald abgeladen", so Sanladerer weiter. Nur ein Ortskundiger habe wissen können, dass diese Stelle schlecht einsehbar ist. 

Es stimme außerdem, dass eine Gasleitung im besagten Bereich teilweise freigelegt worden ist. "Inwieweit das Abladen des Bauschutts in unmittelbarer Nähe dieser nun eine Gefährdung darstellt, muss erst abgeklärt werden.", äußert Sanladerer gegenüber innsalzach24.de. Hinweise auf den Täter gebe es bisher keine. 

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