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Untersberger Marmor als Gastgeschenk 

Ein ewiges Stück Salzburg für Mühldorf am Inn

Der Meißel und der Hammer sind gezückt. Mit diesen Werkzeugen graviert Dani Horner-Gartner die Gedenktafel aus Untersberger Marmor.
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Der Meißel und der Hammer sind gezückt. Mit diesen Werkzeugen graviert Dani Horner-Gartner die Gedenktafel aus Untersberger Marmor.

Wenn am 4. September mehr als 3.500 Salzburger Schützen sowie 22 Musikkapellen in Mühldorf am Inn für einen großen Festakt „aufmarschieren“ hat auch sie ihren großen Auftritt: Eine rund 50 Kilogramm schwere Gedenktafel aus Untersberger Marmor. 

Die Pressemeldung im Wortlaut:

Salzburg/Mühldorf a. Inn - Als Gastgeschenk Salzburgs wird sie von Landeshauptmann Wilfried Haslauer vor Ort an den Ersten Bürgermeister der oberbayrischen Kreisstadt, Michael Hetzl, übergeben und von Erzbischof Franz Lackner gesegnet. Anlass ist das Jubiläum 700 Jahre Schlacht von Mühldorf.

Mühldorf am Inn gehörte fast 900 Jahre zum Erzbistum. Das ist lange her, aber dennoch sind unsere Spuren überall zu finden. Das Salzburger Wappen zum Beispiel ziert das Münchner Tor, mitten in der Stadt steht der „Salzburger Brunnen“. Mit der Gedenktafel aus Untersberger Marmor gibt es bald ein weiteres Stück unseres Bundeslandes in der oberbayrischen Kreisstadt.

Graveurin mit Heimvorteil

Jetzt im August sind die Arbeiten für die Gedenktafel bereits voll im Gange. In der Werkstatt von Steinmetzmeister Erich Reichl in Hallein traf das Landes-Medienzentrum Dani Horner-Gartner. Sie graviert die Inschrift und das Salzburger Landeswappen in den Untersberger Marmor. Seit 28 Jahren ist sie in ihrem Beruf tätig und hat als Absolventin der Fachschule für Holz- und Steinbildhauerei in der Tennengauer Bezirkshauptstadt einen „Heimvorteil“.

„Frisch“ aus dem Steinbruch

Das einzige Geräusch, welches man von Dani Horner-Gartner hört, ist ein gleichmäßiges Klopfen. Unterbrochen wird es nur, wenn sie den Steinstaub vorsichtig wegwischt. „Untersberger Marmor eignet sich sehr gut zum Gravieren, da er homogen ist. Man merkt auch, dass der Stein frisch aus dem Steinbruch gekommen ist. Er ist richtig ,saftig‘“, sagt sie.

Echte Handarbeit

Die Marmor-Gedenktafel wurde aus einem rund zwei Quadratmeter großen Steinblock herausgeschnitten. „Danach wurde der Stein geschliffen und so lange bearbeitet, bis er die gewünschte Größe hat. Anschließend beginnt meine eigentliche Arbeit. Zuerst zeichne ich freihändig die Inschrift auf. Das ist besonders herausfordernd. Jeder Buchstabe wird dadurch etwas anders. Aber das ist so bei echter Handarbeit“, betont Dani Horner-Gartner.

Unzählige Arbeitsstunden

Wie viel Arbeitsstunden in der Marmortafel stecken, kann Dani Horner-Gartner nicht sagen: „Es sind unzählige. Besonders herausfordernd ist dabei die Zahl Null und kleine Buchstaben, wegen den Rundungen.“ Mittlerweile graviert sie die vierte Platte für das Land. „Ich finde den Text immer spannend. Das ist quasi ein kleiner Geschichtekurs für mich“, schmunzelt sie.

Traumberuf und Traummann

Das Gravieren der Gedenktafel für Mühldorf ist eine willkommene Abwechslung für Dani Horner-Gartner. „Man ist in meinem Beruf viel auf Friedhöfen. Dort habe ich beim Bearbeiten einer Grabinschrift vor 20 Jahren auch meinen Ehemann kennengelernt“, erzählt sie. So gesehen hat sie der Traumberuf zum Traummann geführt, eine wunderbare Fügung des Schicksals. 

Die Inschrift

Ein einfaches, schnelles Mitbringsel ist die Marmortafel nicht. „Das Land Salzburg und die Salzburger Schützenkompanien gedenken der Schlacht Mühldorf am Inn vor 700 Jahren. Mühldorf am Inn war vom 8. Jahrhundert bis 1802 eine Enklave des Erzstiftes Salzburg in Bayern“, steht auf dem rund 50 Kilogramm schweren Stein zu lesen. Landeshauptmann Wilfried Haslauer wird die Tafel am 4. September in Mühldorf am Inn überbringen und die Bayern haben bereits einen Ehrenplatz für das ewige Stück Salzburg auserkoren, um die Freundschaft und gute Nachbarschaft für alle sichtbar zu zeigen. Die Tafel wird an der Frauenkirche am Stadtplatz in Mühldorf angebracht, wo sich auch ein historisches Gemälde der Schlacht befindet. 

Pressemeldung des Landes-Medienzentrum Salzburg

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