Überraschung bei Gerichtsverhandlung im Mühldorf

Dealer oder Opfer einer Intrige?

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Mühldorf - Ein 36-Jähriger Geschäftsmann musste sich wegen des Erwerbs, des Besitzes und vor allem des Handels von Marihuana. Bei der Verhandlungen standen sich nun zwei Versionen der Geschichte gegenüber:

Die Staatsanwaltschaft war davon überzeugt, dass der 36-Jährige aus Waldkraiburg gut drei Kilo im Laufe eines Jahres erworben, konsumiert und weiterverkauft hat. Auslöser der Verhandlung war ein ehemaliger Freund des Geschäftsmannes. Der einschlägig vorbestrafte Mann gab an, dass der Angeklagte von ihm größere Mengen Marihuana gekauft hatte. 

Rache als Motiv für Anklage?

Der Waldkraiburger warf seinem Bekannten vor, aus Rache gehandelt zu haben. Die beiden betreuten eine Immobilie in München. Allerdings, so der Geschäftsmann, trennte er sich von dem Auftrag, da der Auftraggeber nicht bezahlt hätte. So kam es zum Streit zwischen den Freunden. Denn der Angeklagte forderte von dem Kläger vergeblich das Auto zurück, das er geleast hatte. Also stellte er Anzeige. Die Anklage wegen des Marihuana sei daher wohl aus Rache erfolgt.

Nach einer kurzen Beratung mit seinem Verteidiger kam jedoch eine Überraschung: Der Geschäftsmann gestand, eineinhalb Kilo Marihuana gekauft zu haben. Polizeibeamte der Abteilung Organisiertes Verbrechen bestätigten, dass der Angeklagte wohl Teil eines Netzwerkes ist, das innerhalb von eineinhalb Jahren 64 Kilo Drogen und auch Waffen über Spanien nach Deutschland geschmuggelt hat. Der Angeklagte wurde zu einem Jahr und vier Monaten auf Bewährung und einer Geldstrafe verurteilt. 

Den vollständigen Artikel lesen Sie in den OVB-Heimatzeitungen.

Rubriklistenbild: © dpa (Symbolbild)

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