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Zukunftsforum von MdB Stephan Mayer

Bundesbeauftragter Dr. Felix Klein stellt Bedeutung des Dialogs beim Thema „Antisemitismus“ heraus

Stieß auf reges Interesse im Inn-Café: Der Vortrag von Dr. Felix Klein (links). Mit im Bild Heimatabgeordneter Stephan Mayer, Direktor Gunter Fuchs, Schulleiter des Gymasiums Gars (2.v.l.) sowie Tobias Kurzmaier, Vorsitzender des Arbeitskreises für Wirtschaft, Politik und Wissenschaft e.V. (rechts)
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Stieß auf reges Interesse im Inn-Café: Der Vortrag von Dr. Felix Klein (links). Mit im Bild Heimatabgeordneter Stephan Mayer, Direktor Gunter Fuchs, Schulleiter des Gymasiums Gars (2.v.l.) sowie Tobias Kurzmaier, Vorsitzender des Arbeitskreises für Wirtschaft, Politik und Wissenschaft e.V. (rechts)

Der Vortrag zum Thema Antisemitismus von Dr. Felix Klein stieß im Inn-Café in Mühldorf auf reges Interesse.

Die Pressemitteilung im Wortlaut:

Mühldorf - „Wir brauchen Raum für eine Gesellschaft, in deren Mitte kulturelle und religiöse Minderheiten einen festen Platz haben.“ Dies betonte Dr. Felix Klein, der Beauftragte der Bundesregierung für jüdisches Leben in Deutschland und den Kampf gegen den Antisemitismus beim Zukunftsforum von Staatssekretär und Heimatabgeordneten Stephan Mayer im Inn-Café in Mühldorf. Dazu seien Impulse für eine Zukunft nötig, in der Distanz durch Austausch ersetzt wird, Mutmaßungen durch Wissen, Vorbehalte durch Offenheit und Ängste durch Dialog.

MdB Stephan Mayer berichtete eingangs von zunehmendem Antisemitismus auch in Bayern, wobei 90 Prozent auf das Konto des rechten Lagers gingen. Zehn Prozent haben einen islamistischen Hintergrund. Er warnte davor, dass sich Antisemitismus verstärkt in den Gedankengängen der sogenannten Querdenker finden ließen. Mayer ging auch auf die Gedenkstätte Mühldorfer Hart ein, deren ersten Teile 2018 eröffnet worden seien. Als eines seiner Hauptziele für die neue Legislaturperiode bezeichnete er die Eröffnung der gesamten Anlage auch mit Fördermitteln des Bundes. Mit großem Applaus auch der anwesenden Mitglieder des Vereins für das Erinnern sagte auch der Bundesbeauftragte seine Unterstützung zu.

Dr. Felix Klein hob das Jahr 2021 als besonderes Jahr hervor, da heuer 1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland gefeiert werden. In einem geschichtlichen Abriss berichtete er von einem blühenden jüdischen Leben seit dem 19. Jahrhundert. Bereits 1815 sei in München eine israelitische Kultusgemeinde gegründet worden. Heute gehören ihr wieder 9500 Menschen an. In Mühldorf selbst gab es 1933 zwei jüdische Familien, die beide im Holocaust umgekommen sind.

Große Anerkennung zollte Dr. Felix Klein dem Verein „Für das Erinnern“ sowie dem Arbeitskreis „Gedenkstätte Mühldorfer Hart“, die breite Unterstützung durch Behörden und Bevölkerung finden. Eva Köhr und Franz Langstein seien auch Namen, die in Berlin in seiner Behörde bekannt seien. Dafür sorge natürlich Staatssekretär Stephan Mayer.

Neue Herausforderung aus Bereich der Querdenker

Der Bundesbeauftragte warnte ebenfalls vor neuen Herausforderungen aus dem Bereich der sogenannten Querdenker, die allzu oft die Corona-Maßnahmen mit der Diktatur des Dritten Reiches gleichsetzen. Dr. Klein: „Sie verbreiten abstruse Mythen über den Ursprung der Pandemie. Ein wesentlicher Teil dieser Theorien zeigt mit dem Finger auf Jüdinnen und Juden als vermeintlich Schuldige.“

In der Diskussion kamen antisemitische Tendenzen zur Sprache, die von der Einwanderung aus dem arabischen Raum herrühren. MdB Stephan Mayer meinte hierzu, dass der Bundestag auf Anregung der Union eine Gesetzesänderung beschlossen hat, dass eine Person, die wegen antisemitischen, rassistischen, fremdenfeindlichen oder sonstigen menschenverachtenden Taten verurteilt wurde, unabhängig vom Strafmaß nicht eingebürgert werden kann. Wichtig sei hier der Dialog von Volksgruppen und Religionen.

Pressemitteilung Mayer Stephan MdB

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