Erstmal Ernstfall in Mühldorf eingetreten

Der Arzt wurde extra per Hubschrauber eingeflogen

Mühldorf - Monatelang plante die Kreisklinik Mühldorf an dieser spektakulären Neuerung. Jetzt ist erstmals der Ernstfall eingetreten. Zur Behandlung eines akuten Schlaganfall-Patienten wurde extra ein Arzt aus München eingeflogen.

"Manchmal ist es sinnvoller, wenn man den Spezialisten zum Patienten bringt", sagte Dr. Hans Ulrich Kain, Chefarzt im Krankenhaus Mühldorf, dem Mühldorfer Anzeiger, der am Mittwoch über den Fall berichtete. Normalerweise werden in Fällen, in denen ein Patient eine spezielle Behandlung benötigt, diese mit dem Hubschrauber in eine Spezialklinik geflogen.

In Mühldorf wurde nun genau der umgekehrte Weg gegangen. "90 Minuten nach Ankunft des Patienten im Krankenhaus war das Blutgerinnsel komplett entfernt", freute sich Ärztlicher Direktor Wolfgang Richter im Mühldorfer Anzeiger. Dem Patienten geht es übrigens bereits besser, auch wenn über schlaganfalltypische Langzeitschäden derzeit noch keine Angaben gemacht werden könnten, hieß es.

Für Chefarzt Richter ist laut dem Bericht diese Art der Behandlung ein weiterer Schritt, "um erstklassige Medizin auf dem Land zu garantieren". Die Kliniken, die an dem derzeit laufenden Versuch teilnehmen, müssen allerdings die neuesten technischen Gerätschaften vorhalten. In einer begleitenden Studie wollen Mediziner feststellen, ob durch das Modell die Heilungschancen bei Patienten verbessert werden können.

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Rubriklistenbild: © dpa (Symbolbild)

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