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Fünftes Gesundheitsforum der Gesundheitsregionplus Mühldorf a. Inn

Experten berichten über Nachwuchssorgen in allen Feldern der Gesundheitsversorgung

Beim fünften Gesundheitsforum der Gesundheitsregionplus standen der Fachkräftemangel in der Gesundheitsversorgung sowie erschwerte Arbeitsbedingungen durch die Pandemie im Fokus.
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Beim fünften Gesundheitsforum der Gesundheitsregionplus standen der Fachkräftemangel in der Gesundheitsversorgung sowie erschwerte Arbeitsbedingungen durch die Pandemie im Fokus.

Zum fünften Gesundheitsforum der Gesundheitsregionplus Mühldorf a. Inn begrüßten Landrat Max Heimerl und die Geschäftsstellenleiterin der Gesundheitsregionplus Julia Weiss die 20 geladenen Gäste aus Politik und Gesundheitswesen zum Austausch über regionale Gesundheitsthemen im großen Sitzungssaal des Landratsamts.

Die Mitteilung im Wortlaut:

Mühldorf am Inn - Im Fokus der Gesundheitsregionplus stehen die Bereiche Gesundheitsversorgung, Prävention und Pflege. Julia Weiss blickte in ihrem Bericht auf die Arbeitsgruppen und Aktionen im vergangenen Jahr zurück. Themenschwerpunkte in der Arbeit der Gesundheitsregion und auch an diesem Abend waren dabei der Pflegepersonalmangel, die medizinische Versorgungslage im Landkreis und die Definition von Schwerpunkten wie im Bereich Demenz oder bei der Durchführung der Jahresschwerpunktkampagne „Hand aufs Herz“ zur Herzinfarktprävention. Lisa Huschke von der Kassenärztlichen Vereinigung Bayern eröffnete die Reihe der Gastvorträge mit ihrer Darstellung der hausärztlichen Versorgungslage in den Versorgungsregionen Mühldorf, Waldkraiburg und Wasserburg. Dabei standen die drohende Unterversorgung im Planungsbereich Mühldorf a. Inn sowie der hohe Altersdurchschnitt der Ärzte in allen drei Regionen im Mittelpunkt des Vortrags.

Dr. Wolfgang Richter, Chefarzt des Innklinikums an den Standorten Mühldorf und Haag, ging auf die aktuell extrem angespannte Coronalage und auf die trotz Krisenmanagement schon realisierten Fortschritte im Rahmen der Fusionierung am Klinikum ein. Dass man sich im Landkreis Mühldorf a. Inn bereits seit rund 15 Jahren um hausärztlichen Nachwuchs bemüht stellte Stefan Feige, Hausarzt aus Ampfing, in seinem Beitrag über den Weiterbildungsverbund InnDoc und die Kooperation Beste Landpartie mit der TU München heraus. Der Weiterbildungsverbund richtet sich dabei an fertige Medizinstudenten auf der Suche nach einer Weiterbildung zum Hausarzt, die Beste Landpartie an Studenten im letzten Praxissemester. Beide mit dem klaren Ziel, junge Nachwuchsmediziner für die Region zu begeistern und zu gewinnen.

Weitere Themenfelder des Forums waren die Apothekensituation des Landkreises, die von Apotheker Thomas Leitermann dargelegt wurde sowie die psychiatrische und psychologische Versorgungslage, über die Alexandra Bohn (Kreisgeschäftsführung Caritas) referierte. Während die Apotheken im Landkreis neben Personalmangel mit diversen Zusatzaufgaben im Rahmen der Pandemie zu kämpfen haben, legte Alexandra Bohn den Fokus auf die Errichtung einer Jugendsuchtberatung und verwies dabei auf die vielen Folgen der Pandemie, die die Notwendigkeit einer Jugendsuchtberatung noch verschärft haben. Ein – nicht nur im Landkreis – brisantes Thema bildete den Abschluss des Abends: Annemarie Denkl, Pflegedirektorin Innklinikum an den Standorten Mühldorf und Haag, sowie Manuel Achberger, Oberstudienrat am Beruflichen Schulzentrum, berichteten über sinkende Schüler- und Auszubildendenzahlen und die Schwierigkeiten den Nachwuchs für den Pflegeberuf zu begeistern. So verzeichnet das InnKlinikum einen Rückgang von rund 30 auf elf Auszubildende in diesem Jahr.

Das Berufliche Schulzentrum hat in der Pflege, statt drei bis vier Einstiegsklassen in den Vorjahren, für das Schuljahr 2022/23 eine Einstiegsklasse mit 31 Schülerinnen und Schülern. Man werde nicht müde werden, alles dafür zu tun, um die Begeisterung für diese Berufsgruppe nach außen zu transportieren und weiter zu steigern. Nach knapp drei Stunden wurde das Gesundheitsforum, das in der Regel einmal jährlich tagt, dann geschlossen, die angesprochenen Themen werden nun in einzelnen Arbeitsgruppen weiterbearbeitet.

Pressemitteilung Landkreis Mühldorf a. Inn

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