Diskussionen zu Straßenverbindungen im Baugebiet „Am Kirchenfeld“

„Am Ende schaffen wir da einen vielbefahrenen ‚Schleichweg‘?“

Grünen-Stadtrat Stephan Schinko sieht beim Baugebiet „Am Kirchenfeld“ in Mühldorf die Gefahr, dass ein vielbefahrener „Schleichweg“ zur Kreisstraße MÜ6 entstehen könnte
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Grünen-Stadtrat Stephan Schinko sieht beim Baugebiet „Am Kirchenfeld“ in Mühldorf die Gefahr, dass ein vielbefahrener „Schleichweg“ zur Kreisstraße MÜ6 entstehen könnte

Mühldorf am Inn - Beim Beschluss zum weiteren Vorgehen beim Baugebiet „Am Kirchenfeld“ kamen Diskussionen auf, wie man die Straßen dort am Besten gestaltet.

Der Stadtrat beschloss in seiner jüngsten Sitzung Änderungen von Bebauungs- und Flächennutzungsplan für den Bereich „Am Kirchenfeld“. Dort soll ein umfangreiches neues Wohngebiet entstehen. Teil davon soll, unter anderem, auf 6000 Quadratmetern das „Kinderzentrum Nord“ mit Krippe und Kindergarten werden. Auch das Amt für ländliche Entwicklung, welches der Freistaat nach Mühldorf auslagert, soll hier seinen neuen Standort finden.


Diskussion um Baugebiet „Am Kirchenfeld“ - Wird ein „Schleichweg“ zur MÜ6 geschafffen?

„Ist diese vorgesehene Verbindung zur Kreisstraße MÜ6 wirklich eine gute Idee?“, fragte Stephan Schinko (Grüne) nach. Die Planungen sehen aktuell eine nicht durchgehende Verbindung zwischen Harthauser Straße und MÜ6 vor. Dabei treffen zwei Straßen von der Harthauser Straße auf die Hauptstraße des neuen Wohngebiets. Davon führen dann zwei Verbindungen über den „Dorfplatz“ ins Wohngebiet. Eine weitere geht von der Hauptstraße zur MÜ6. „Am Ende schaffen wir da einen vielbefahrenen ‚Schleichweg‘?“


So soll das Baugebiet „Am Kirchenfeld“ in Mühldorf am Inn einmal aussehen.

„Wir haben da schon mit den bisherigen Anwohnern darüber geredet“, berichtet Stadtbaumeisterin Birgit Weichselgartner. „Die haben die Sorge, dass sich dann der Verkehr auf der Harthauser Straße übermäßig verstärkt. Wenn wir also dort die Verbindung kappen, verlagert sich das Problem nur, statt sich zu lösen, zumal auch die Anwohner des Wohngebiets ein Interesse daran haben, auf die Kreisstraße zu können.“

Matthias Kraft (Grüne) wiederum plädierte dafür, die Stichstraße zu einem Geh- und Radweg zu machen. „Wir müssen das von Anfang an so planen, dass verschiedene Varianten möglich sind“, entgegnete dem Stadtbaumeisterin Weichselgartner. „Wenn wir das für einen Geh- und Radweg schmaler als eine Straße planen, verbauen wir uns im wahrsten Sinne des Wortes Optionen für die Zukunft.“ Dem stimmte auch Erster Bürgermeister Michael Hetzl (UM) zu: „Wir sollten uns da alle Optionen offen halten.

hs

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