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Statistische Untersuchung des Gesundheitsamtes Mühldorf a. Inn

Corona-Impfung schützt vulnerable Personengruppen vor schwerem Verlauf

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In den letzten Wochen und Monaten waren immer mehr vollständig geimpfte Personen von einer Corona-Infektion betroffen. Das Gesundheitsamt Mühldorf hat deshalb den Nutzen einer Corona-Schutzimpfung genauer untersucht. Im Blickpunkt standen hierbei insbesondere die älteren Mitbürger, die zu den besonders vulnerablen Personenkreisen gehören.

Die Mitteilung im Wortlaut:

Mühldorf am Inn - Ausgangspunkt der Analyse war die Berechnung der allgemeinen Impfquote, differenziert nach Altersgruppen, für den Landkreis Mühldorf a. Inn. Als Datengrundlage dienten die aktuellen Angaben des Robert-Koch-Instituts (RKI). Für die Altersgruppe der über 60-Jährigen (60+) ergibt sich beispielhaft eine Impfquote von etwa 85 Prozent. Dies bedeutet im Umkehrschluss, dass im Landkreis Mühldorf ungefähr 15 Prozent der über 60-Jährigen nicht vollständig geimpft sind. Betrachtet man zugleich die Personengruppe, die dem Gesundheitsamt Mühldorf seit Anfang Februar als Covid-19 positiv gemeldet wurde, so ergaben sich zwischen diesen beiden Gruppen nur geringfügige Unterschiede.

Auch in der Gruppe 60+ waren ungefähr 15 Prozent nicht vollständig geimpft. Hier bestätigt sich also der fehlende bzw. nur unwesentliche Einfluss des Impfstatus auf das Infektionsrisiko. Anders verhält sich jedoch die Situation im stationären Klinikbereich: Unter Patienten, die seit Anfang Februar in den InnKlliniken neu aufgenommen und positiv auf CoVid-19 getestet wurden, lag der prozentuale Anteil der nicht geimpften Patienten in der Gruppe 60+ bei circa 36 Prozent. Bezogen auf die Gesamtbevölkerung also mehr als eine Verdoppelung. Noch gravierender fiel der Unterschied bei den Patienten aus, die auf einer Intensivstation behandelt werden mussten: Fast die Hälfte dieser Patienten (etwa 48 Prozent) war nicht ausreichend geimpft.

„Die statistische Untersuchung unterstreicht unsere Beobachtungen in der Omikron-Welle. Der Impfstatus scheint sich nur geringfügig auf das allgemeine Infektionsrisiko auszuwirken. Dagegen verdoppelt sich den Zahlen nach das Risiko für nicht geimpfte Personen, die älter als 60 Jahre alt sind, stationär in einem Krankenhaus aufgenommen zu werden. Unter Patienten, die darüber hinaus intensivmedizinisch behandelt werden mussten, ist der Anteil von ungeimpften Personen im Vergleich zur Allgemeinbevölkerung etwa um das Dreifache erhöht. Diese Ergebnisse sprechen eindeutig für den weiterhin bestehenden Nutzen einer Corona-Schutzimpfung, insbesondere für die vulnerablen Personengruppen“, so das Resümee von Dr. Benedikt Steingruber, dem Leiter des Gesundheitsamtes Mühldorf a. Inn.

Pressemitteilung Landratsamt Mühldorf a. Inn

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