Im ZDF: "Welle hat uns an das Maximum gebracht"

Knapp 20 Ärzte und Pfleger im Krankenhaus Mühldorf mit Corona infiziert

Das InnKlinikum mühldorf wurde zum Covid-Krankenhaus bestimmt und beklagt nun kanpp 20 Corona-Infizierte bei Ärzten und Pflegekräften.
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Das InnKlinikum mühldorf wurde zum Covid-Krankenhaus bestimmt und beklagt nun kanpp 20 Corona-Infizierte bei Ärzten und Pflegekräften.

Mühldorf – In einem Beitrag des ZDF "heute journals" vom 8. April 2020 hat Dr. Thomas Parnitzke, Anästehsist am InnKlinikum Mühldorf, berichtet, dass sich „etliche Mitarbeiter infiziert haben“.

„Dies war für mich mit der belastendste Moment“, so Parnitzke im ZDF-Beitrag über die Infizierung einiger Kollegen. Knapp 20 Ärzte und Pfleger seien demnach betroffen und würden sich seit fünf Tagen in Quarantäne befinden. "Die Mitarbeiter waren in diesem Moment getroffen gewesen, aber sie haben es alle mit Fassung getragen. Wir sind im ständigen Kontakt zu den Mitarbeitern und fragen sie, wie es ihnen geht", berichtet Dr. Daniel Heidenkummer, Chirug und Risikomanager am InnKlinikum Mühldorf.


Das Corona-Zentrum im Landkreis Mühldorf

 © fib/Eß
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Der Beitrag thematisiert die derzeitige Lage im InnKlinikum Mühldorf, das zum Covid-Krankenhaus für die Landkreise Altötting und Mühldorf bestimmt worden ist - sei es die Belastung der Mitarbeiter oder der Materialmangel. Der Bericht spiegelt die prekäre Situation dar. Mehr als 140 Patienten werden in Mühldorf aktuell behandelt, davon handelt es sich bei 95 um Menschen, die am Coranvirus erkrankt sind. 


Dr. Kahl: "Welle hat uns an das Maximum gebracht"

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Dr. Martin Kahl, Chefarzt Intensivmedizin InnKlinikum Mühldorf erzählt im Beitrag des "heute journals": „Wir machen diesen Ausnahmezustand seit drei Wochen. Wir waren zwar vorbereitet, dennoch hat uns diese Welle an das Maximum gebracht“. Fünf Patienten seien zum Glück verlegt worden. Von den 18 Beatmungsgeräten würden derzeit zwölf benötigt werden, aber alle Patienten seien in kritischer Verfassung. Es musste demnach bisher auch noch nicht triagiert werden, also eine Entscheidung getroffen werden, wer behandelt wird und wer nicht.

Das Material, Schutzkleidung und medizinische Ausrüstung, würde aktuell noch für zehn Tage ausreichen. Dr. Wolfgang Richter, Ärztlicher Direktor InnKlinikum Mühldorf: „Jeden Tag kann ein Produkt ausfallen. Wir laufen Gefahr, dass wir Einwegspritzen mehrmals verwenden müssen und hygienische Standards nicht mehr eingehalten werden können." Auch bei fehlender Schutzkleidung sei eine Ansteckungsgefahr der Mitarbeiter einfach höher.

jz

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