Mehr Elektrofahrzeuge sollen in Fuhrpark

Kirmeier: "Da hat das Landratsamt Vorbildfunktion!"

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Mühldorf am Inn - Der Fuhrpark des Landratsamts soll bald mindestens zur Hälfte, vielleicht sogar drei Vierteln aus Elektrofahrzeugen bestehen. Dafür sprach sich der Kreisausschuss aus. 

Der Kreisausschuss sprach sich in seiner jüngsten Sitzung einstimmig dafür aus, dass die Kreisverwaltung damit beauftragt werden sollte, im Zuge der Umsetzung der Elektromobilität, den Anteil reiner Elektrofahrzeuge im Fuhrpark des Landratsamts bis Ende 2020 auf mindestens 50, anzustrebenderweise sogar 75 Prozent auszubauen.

Nun muss dem noch der Kreistag zustimmen. 

Umstellung soll kommen

Derzeit stellen reine Elektro- und Hybridfahrzeuge einen Anteil von 47 Prozent im Fuhrpark des Landratsamtes dar. "Durch den Einsatz von Elektrofahrzeugen konnten seit 2014 Kohlenstoffdioxid-Einsparungen im Fuhrpark erzielt werden", berichtete Franz Altmannsperger, Abteilungsleiter des Bereichs Kreisentwicklung und Kreiseinrichtungen im Landratsamt. "Zu etwa 75 Prozent wird in Summe eine Strecke von maximal 120 Kilometern pro Tag gefahren." Diese tägliche Fahrleistung könne sehr gut von Elektrofahrzeugen zurückgelegt werden. 

Das Ziel sei nun, bis 2020 den Anteil an reinen Elektrofahrzeugen auf mindestens 50 Prozent zu erhöhen, w odurch sich eine weitere Kohlendioxid-Einsparung im Fuhrpark von jährlich knapp 15 Tonnen erreichen lasse. 

"Um das zu erreichen, sollen jeweils vier Elektrofahrzeuge in den Jahren 2019 und 2020 angeschafft werden", führte Altmannsperger weiter aus. Die Leasingmehrkosten im Vergleich zum derzeitigen Ist-Stand beliefen sich, bei 50 Prozent reiner Elektroautos, auf jährlich etwa 18.500 Euro bei BMW i3-Modellen. Die Kosten setzten sich zusammen aus den höheren Leasingkosten für Elektrofahrzeuge abzüglich der geringeren Verbauchskosten. "Die Leasingmehrkosten werden bei steigenden Kraftstoffpreisen weiter zurückgehen", gab Altmannsperger zu bedenken. 

Allgemeine Zustimmung zu Projekt

"Da müssen wir als gesamtes Gremium, auch als Kreistag, geschlossen dahinter stehen. Da hat das Landratsamt Vorbildfunktion!", betonte Gottfried Kirmeier (SPD). Dem stimmte auch CSU-Fraktionsvorsitzender Anton Sterr zu. Er schlug auch vor, statt wie ursprünglich formuliert "auf 50 Prozent ausbauen" das Ziel des Landkreises als "auf mindestens 50 Prozent" zu ändern. 

"Da habe ich nix dagegen, im Gegenteil!", freute sich Landrat Georg Huber (CSU). Er nannte als zusätzlichen Vorteil, dass die geleasten Fahrzeuge dann als Gebrauchtwagen auch wiederum preisgünstiger für Landkreis-Bürger zur Verfügung stünden.

Auch Haag steht demnächst im Zeichen der E-Mobilität. Am Freitagnachmittag des 26. Oktobers findet dort am Marktplatz der Elektromobilitätstag 2018 statt. Hans Urban, Initiator der Veranstaltung, hat wie auch schon bei der Veranstaltung des EMO-Tags 2017 zahlreiche Besitzer von Elektrofahrzeugen nach Haag eingeladen, damit die ihre Erfahrungen und ihr Wissen aus erster Hand weitergeben.  

Rubriklistenbild: © Uwe Anspach (dpa/Symbolbild)/hs

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