Eisenbahngesellschaft steht kurz vor Entscheidung

Fährt die Bahn auf der Strecke Mühldorf - Salzburg bald stündlich?

Landkreis Mühldorf - Auf Antrag des Landtagsabgeordneten Dr. Martin Huber wird nun über eine Taktverdichtung auf der Bahnstrecke Mühldorf-Salzburg entschieden. 

Die Taktverdichtung auf der Bahnstrecke Mühldorf-Salzburg steht auf der Tagesordnung der nächsten Aufsichtsratssitzung der Bayerischen Eisenbahngesellschaft (BEG). Das hat das Bayerische Staatsministerium für Wohnen, Bau und Verkehr nun dem Landtagsabgeordneten Dr. Martin Huber auf Anfrage mitgeteilt.

Die Taktverdichtung der Strecke Mühldorf-Salzburg wird demnach bei der Sitzung am 27. Juni behandelt, wie Huber erfuhr. Er hatte einen Antrag im Bayerischen Landtag eingebracht, der die Einführung eines Stundentaktes auf der Strecke und eine Betriebszeitenerweiterung forderte und dies auch in Gesprächen mit den zuständigen Ministerien immer wieder forciert.

Ich bin guter Dinge und voller Hoffnung, dass die notwendige Taktverdichtung auf der Bahnstrecke von Mühldorf nach Salzburg bei der Aufsichtsratssitzung beschlossen wird. Damit würde berufstätigen Bürgern der Region das Pendeln erleichtert und der Tourismus in der Region Inn-Salzach gestärkt. “, so Huber.

Der Antrag im Wortlaut

Antrag der Abgeordneten Dr. Martin Huber, Erwin Huber, Karl Freller, Eberhard Rotter, Jürgen Baumgärtner, Dr. Otmar Bernhard, Markus Blume, Christine Haderthauer, Klaus Holetschek, Sandro Kirchner, Walter Nussel, Dr. Harald Schwartz CSU:

Taktverdichtung und Betriebszeitenerweiterung der Bahnverbindung Mühldorf – Salzbur g

Die Staatsregierung wird aufgefordert, von der Bayerischen Eisenbahngesellschaft prüfen zu lassen, ob die Bahnstrecke Mühldorf – Salzburg zum baldmöglichsten Zeitpunkt eine Taktverdichtung erhalten kann und statt des bisherigen 2-Stunden-Takts ein Stundentakt eingeführt werden kann.

Begründung:

Die Bahnstrecke Mühldorf – Salzburg wird derzeit in einem zweistündigen Takt befahren. Eine Zusage der Südostbayernbahn zur Ausweitung der Taktdichte ist bisher nicht erfolgt, obwohl nach dem Abschluss des dreigleisigen Ausbaus zwischen Freilassing und Salzburg sowie der Zweigleisigkeit zwischen Mühldorf und Tüßling die Infrastruktur voraussichtlich ab Ende 2017 den Stundentakt zulassen würde.

Hinzu kommt die Tatsache, dass schon in den frühen Abendstunden keine Züge mehr von Mühldorf nach Salzburg verkehren. Nach aktueller Regelung verkehrt der letzte Zug von Salzburg um kurz nach 19 Uhr. Zwar wird nach Auskunft der Südostbayernbahn ab Dezember 2016 ein zusätzlicher Zug gegen 21 Uhr eingesetzt, doch diese Verbesserung stellt nur eine geringfügige Aufwertung für Rückreisende aus Salzburg dar. 

Eine weitere Ausweitung der Betriebszeiten wäre eine wertvolle Optimierung der Verbindung zwischen Bayern und Österreich, da der Knotenpunkt Freilassing nicht nur die Fahrt nach Mühldorf ermöglicht, sondern auch eine Umsteigemöglichkeit nach Bad Reichenhall und Berchtesgaden besteht. 

Eine Aufwertung der Verbindung Mühldorf – Salzburg würde nicht nur berufstätigen bayerischen Bürgerinnen und Bürgern das Pendeln erleichtern, sondern stellt eine umweltschonende Alternative für Touristen gleich mehrerer oberbayerischer Regionen dar. Die Investitionen in den Ausbau der Streckenverbindung sollen durch eine Taktoptimierung und Ausweitung der Betriebszeiten nicht nur dem Güterverkehr, sondern auch dem Personenverkehr zugutekommen.

Pressemitteilung Büro Dr. Martin Huber, MdL

Rubriklistenbild: © (Symbolbild) / Sebastian Gollnow/dpa

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