Kommunalwahl 2020 in Mühldorf

Mit Harmonie zum Erfolg: SPD benennt Stadtratskandidaten einvernehmlich

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Die amtierenden Stadträte sowie die Ortsvorsitzende und Landratskandidatin führen die SPD in den Kommunalwahlkampf 2020: (vl) Angelika Kölbl, Gottfried Kirmeier, Marianne Zollner, Thomas Enzinger und Christa Schmidtbauer

Mühldorf - „Ihr seid alle so tolle Kandidaten, ich habe jetzt richtig Lust die Wahl mit Euch zu gewinnen“, erklärte die amtierende Bürgermeisterin Marianne Zollner am Montagabend bei der Nominierung der künftigen Stadträte.

Keine Platzierungskämpfe gab es am Montagabend bei der Nominierung der SPD-Kandidaten für den künftigen Stadtrat. „Das war nicht immer so“, erinnerte sich Bürgermeisterin Marianne Zollner an frühere Nominierungsveranstaltungen und begrüßte die Geschlossenheit der 20 anwesenden Genossinnen und Genossen. Diese einigten sich in der Bastei ohne Widerspruch auf die vom Ortsvorstand vorgeschlagene Reihenfolge. 


Allerdings bekamen bei der anschließenden Blockwahl zwei Kandidaten nur 19, eine Kandidatin sogar nur 18 Stimmen. Trotzdem war Marianne Zollner begeistert von dem Ergebnis, das alle Altersschichten und Berufsgruppen berücksichtige: „Ihr seid alle so tolle Kandidaten, ich habe jetzt richtig Lust die Wahl mit Euch zu gewinnen!“, erklärte die amtierende Bürgermeisterin. Mit solch einer Geschlossenheit könne man überzeugen, war sich die Ortsvorsitzende und Landratskandidatin Angelika Kölbl sicher: „Hier vor Ort ist die Welt noch in Ordnung!“, versuchte sie die Bedenken zu zerstreuen, die der zuletzt schlechte Trend der Bundes- und Landespartei impliziere.

Drei Stadträte treten altersbedingt nicht mehr bei der Kommunalwahl an

Nachdem sich auch die aktuellen Stadträte nach ihrer Fraktionssitzung eingefunden hatten, konnte es dann schließlich los gehen: Erwartungsgemäß will die Mühldorfer SPD, angeführt von Bürgermeister Marianne Zollner und den amtierenden Stadträten an der Spitze in den Kommunalwahlkampf ziehen. Drei verdiente Stadträte treten allerdings altersbedingt nicht mehr an: Rainer Schratt, Josef Wimmer und Johann Liebl. 


Besonders bei Letzterem bedankte sich Angelika Kölbl, der als „dienstältester“ Stadtrat künftig seinen angestammten Platz anderen zur Verfügung stellen will. Da die Stadt Mühldorf seit einiger Zeit die Marke der 20.000 Einwohner überschritten hat, wird der künftige Stadtrat nicht mehr nur aus 24, sondern ab März 2020 dann aus 30 Köpfen bestehen. Nicht zuletzt wohl auch deswegen sind auf der nun beschlossenen Kandidatenliste der SPD auch einige Nicht-Mitgliedern zu finden, die aber gar nicht genauer benannt wurden.

Vielmehr stellte sich die Mühldorfer SPD auf der Wahlveranstaltung als eine große Familie dar, die auch über Vereine und Organisationen, wie „die Eigenheimer“, die AWO oder die Gewerkschaften, eng miteinander verbunden ist. Rund ein Drittel der Kandidaten, vornehmlich auf den hinteren Listenplätzen, war teils beruflich, teils gesundheitlich verhindert und konnten daher nur von der Vorsitzenden Angelika Kölbl anhand einer Präsentation vorgestellt werden.

 „Wir können diese Wahl gewinnen. Pack ma’s!“

Alle Anwesenden Kandidaten nutzten aber die Möglichkeit, ihre Motivation zur Kandidatur auch selbst noch Ausdruck zu bringen. So gestand beispielsweise die 49-jährige Claudia Hungerhuber auf Listenplatz neun, dass sie es sich gut überlegen musste, als sie gefragt wurde, ob sie denn kandidieren wolle: „Ich will aber wirklich mehr Verantwortung für unser schönes Mühldorf übernehmen“, erklärte die Diplom- Betriebswirtin ihren Entschluss. Der 25-jährige Sebastian Altmann hingegen zeigte sich voller Optimismus: „Wir können diese Wahl gewinnen. Pack ma’s!“, meinte der Student und erhielt dafür den Beifall der Genossen. Einige wiederum wollen der Bürgermeisterin tatkräftig zur Wiederwahl verhelfen: „Da gibt’s bestimmt Flyer zu verteilen oder Plakate aufzuhängen!“, erklärte beispielsweise die 64-jährige Sozialpädagogin Rita Herdegen Hümmrich auf Listenplatz 17. Die Steuerberaterin Irene Umschlag hingegen ist der Ansicht, dass man der Gesellschaft ein bisschen mehr zurück geben müsse, als nur seine Lohn-Arbeitskraft: „Abgesehen davon will ich noch ein bisschen Action neben der Familie“, lachte die 44-Jährige. 

Abschließend schlug Wahlleiter Werner Schreiber von der Kraiburger SPD noch vor, dass die Ersatzkandidaten im Bedarfsfall paritätisch nachrücken sollten, also die Frau für eine ausfallende Frau und die beiden Männer nach der Reihenfolge jeweils für einen Mann. Auch dieser Beschluss fiel, wie alle anderen auf der Nominierungsveranstaltung, einstimmig aus.

Die Liste im Detail:

Listenplatz

Name

Alter

Beruf

Marianne Zollner

56

Bürgermeisterin

2

Gottfried Kirmeier

56

Heilerziehungspfleger

3

Angelika Kölbl

49

Sparkassenangestellte

4

Thomas Enzinger

41

Schreiner

5

Christa Schmidbauer

67

Kauffrau in Rente

6

Werner Rausch

55

Elektrotechniker

7

Alexandra Seisenberger

50

Verwaltungsangestellte

8

Patrick Mayer

28

Controller

9

Claudia Hungerhuber

49

Diplom-Betriebswirtin

10

Magnus Schmidbauer

37

Key Account Manager

11

Irene Umschlag

44

Steuerberaterin

12

Marco Seisenberger

24

Fertigungsplaner/Maschinenbau

13

Doris Irl

39

Bankfachwirtin(IHK)

14

Fatmir Agushi

51

Restaurantleiter

15

Mariann Chevara-Herold

59

Dozentin für Französisch

16

Wolfgang Wicho

42

Diplom-Ingenieur

17

Rita Herdegen-Hümmrich

64

Sozialpädagogin

18

Sebastian Altmann

25

Student

19

Nicole Peter

43

Altenpflegerin

20

Hermann Veigl

59

Lagerist, Betriebsrat

21

Günay Akin

39

Hauswirtschafterin

22

Johannes Rausch

18

Student

23

Simone Rohrer

35

Sozialpädagogin

24

Aaron Bussey

26

Betriebsrat DB Cargo

25

Semiha Stubert

50

Juristin

26

Alfred Plöderl

63

Betriebsratsvorsitzender

27

Steffi Dubnitzky

44

Pädagogin

28

Bogdan Curescu

31

Angestellter

29

Erna Thanner

70

Rentnerin

30

Marc Oliver Dreher

55

Filmkaufmann

31

Thomas Müller

65

Rentner

32

Margarethe Hübner

66

Rentnerin

33

Wolfgang Schönfelder

70

Rentner

pbj

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