SPD-Politikerin im Interview

Darum will Bürgermeisterin Zollner 2020 erneut antreten

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Mühldorfs Erste Bürgermeisterin Marianne Zollner (SPD) möchte ihr Amt verteidigen.

Mühldorf am Inn - Bei der Kommunalwahl 2020 möchte Mühldorfs Erste Bürgermeisterin Marianne Zollner (SPD) ihr Amt verteidigen.

"Eine Legislaturperiode ist zu kurz, um alle meine Ziele für die Zukunft der Stadt umzusetzen", erklärt Erste Bürgermeisterin Marianne Zollner im Gespräch mit innsalzach24.de. "Ich will weiter für die Zukunft von Mühldorf arbeiten und Begonnenes zur Vollendung bringen." Sie will bei der Kommunalwahl 2020 ihr Amt als Bürgermeisterin der Kreisstadt verteidigen. 2014 setzte sie sich in einer Stichwahl mit 52 Prozent der Stimmen gegen Karin Zieglgänsberger von den Freien Mühldorfern durch. Schon zuvor war das Bürgermeisteramt mit Günther Knoblauch langjährig von einem SPD-Politiker besetzt gewesen. Neben Zollner treten noch vier weitere Bewerber um das Amt von CSU, Grünen, Unabhängigen Mühldorfern (UM) und Die Linke/Die Partei an.


Zollner: Führe erfolgreiche Minderheitenregierung

Ihr sei bewusst, dass die SPD in den vergangenen Jahren immer mehr Sitze im Stadtrat abgeben musste, räumt Zollner ein. "Aber ich führe schon jetzt erfolgreich eine Minderheitenregierung. Wir konnten mit guten Lösungen überzeugen und alle wesentlichen Beschlüsse sind letztlich durchgegangen." Sie betont, ihre Kommunalpolitik sei nicht durch Parteipolitik angetrieben. "Trotzdem finde ich die Stimmverluste für die SPD natürlich schade. Wir stellen allerdings bewusst eine offene Stadtratsliste auf. Wer hinter meiner Politik steht, kann dabei sein."

Sie ziehe eine insgesamt positive Bilanz ihrer Amtszeit als Bürgermeisterin. "Wir konnte eine Vielzahl an Erfolgen verbuchen. Darunter beispielsweise die Ansiedlung der Hochschule oder dass das Amt für Ländliche Entwicklung nach Mühldorf kommt, wodurch 140 neue Arbeitsplätze geschaffen werden!" 


Zollner: Begonnenes zum Abschluss bringen

Mit Blick auf die Wahlprogramme ihrer Mitbewerber kommentiert sie, diese würden überwiegend Maßnahmen und Ziele nennen, die sie selbst teils sogar schon umsetze. "Zu den Ausführungen von Herrn Hetzl in der jüngsten Zeit habe ich aber doch noch etwas zu sagen", erklärt Zollner. "Beispielsweise behauptet er, wir würden planlos vorgehen. Dabei gab es doch noch nie so ein zielorientiertes und geplantes Vorgehen, wie jetzt. Das Wachstum der Stadt wird maßvoll gesteuert. Auch unser Einzelhandelskonzept ist sehr gut. Um die Attraktivität der Innenstadt sind wir sehr bemüht, da stehen wir in ständigem Kontakt mit Hausbesitzern, Investoren und Einzelhändlern wie großen Ketten." Vielmehr sei es die "Aktionsgemeinschaft Mühldorf", welcher Hetzl vorsteht, die mehr Einsatz zeigen könne.

In einer zweiten Amtszeit wolle sie nicht nur Begonnenes zum Abschluss bringen, sondern auch eine Vielzahl weiterer Dinge in Angriff nehmen. "Die Kontakte, welche ich in der Zwischenzeit zu anderen Gemeinden, sowie der Bezirks- und einigen Stellen der Staatsregierung aufbauen konnte, dürften da ungemein helfen." Unter anderem solle das Verkehrskonzept weiter vorangebracht und umgesetzt, sowie Maßnahmen zum Umweltschutz auf den Weg gebracht werden.

hs

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