Die Linke/Die Partei-Bürgermeisterkandidat Claus Debnar im Interview

"Die anderen sind in bürgerlich-kapitalistischer Ideologie gefangen"

+
Der Die Linke/Die Partei-Bürgermeisterkandidat in Mühldorf am Inn, Claus Debnar.

Mühldorf am Inn  - Im Interview mit innsalzach24.de erklärt Die Linke/Die Partei-Bürgermeisterkandidat Claus Debnar seine Motivation und Ziele:

"Was mich von den anderen Kandidaten unterscheidet? Links zu sein bedeutet für mich, von Fakten auszugehen und diese zu analysieren", erklärt Claus Debnar im Gespräch mit innsalzach24.de. "Die anderen Kandidaten sind als Bürgerliche Politiker dagegen in ihrer bürgerlich-kapitalistischen Ideologie gefangen. Da happert es dann bei der Analyse." Dazu zähle er ausdrücklich auch die SPD von Amtsinhaberin Marianne Zollner. "Diese Partei ist heutzutage nicht mehr sozialdemokratisch. Wer sozialdemokratisch wählen will, sollte uns wählen!" Neben Debnar treten, nach aktuellem Stand, noch vier weitere Kandidaten von SPD, CSU, Grünen und Unabhängigen Mühldorfern (UM) bei der Kommunalwahl 2020 für das Amt des Bürgermeisters in der Kreisstadt an.


Bei den vergangenen Kommunalwahlen gab es keinen Bürgermeisterkandidaten oder eine Stadtrats-Liste der Linke. "Wir sind jetzt aber erstmals so aufgestellt, dass wir flächendeckend Kandidaten ins Rennen schicken können", erläutert Debnar. "Da ist es dann wichtig, auch in der Kreisstadt einen Bürgermeister-Kandidaten aufzustellen." Er selbst sei vom Kreisvorstand um seine Kandidatur gebeten worden. "Die Gründe dafür sind, dass ich als Sprecher natürlich gewisse Verpflichtungen habe, das meinem Verständnis politischen Engagements entspricht und natürlich, weil ich Lust darauf habe."

"Minderheitenregierungen sind ja nicht unmöglich"

Auch ohne die Vorkenntnisse aus Wirtschaft oder einer Tätigkeit in gewählten Ämtern, die andere Kandidaten vorweisen können, sehe er sich als ausreichend qualifiziert an. "Wie übrigens auch Frau Zollner bin ich ausgebildeter Sozialpädagoge. Moderation und Koordinierung verschiedenster Interessen und Meinungen habe ich also gelernt. Durch meine Tätigkeit in der Suchthilfe bin ich es außerdem gewohnt, mit schwierigen und komplizierten Situationen ruhig umzugehen." Wo ihm Kenntnisse fehlten, plane er sich mit kompetenten Beratern zu umgeben. "Es gehört ja auch dazu, im Team zu arbeiten und sich, wo nötig, kompetente Leute zu holen."


Ihm sei bewusst, dass die Linke/Die Partei-Liste wohl nur auf ein eher geringes Ergebnis im Stadtrat hoffen könne. "Minderheitenregierungen sind ja aber nichts unmögliches und gibt es ja auch immer öfter", betont er. Er sei jederzeit bereit, mit allen demokratischen Kräften zusammenzuarbeiten. Als wichtigstes Thema sehe er dann den Wohnungsmarkt an. "Durch die Eröffnung des neuen A94-Teilstücks wird es hier bald Münchner Verhältnisse geben, das wird aber derzeit weitestgehend ignoriert!" Es müsse daher erschwinglicher Wohnraum geschaffen werden."

hs

Kommentare