Mann in Mühldorf vor Gericht

"Aus Bierlaune heraus" antisemitische Hassbotschaft verschickt

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Mühldorf/Nürnberg - Ein junger Mann musste sich kürzlich vor dem Amtsgericht wegen einer antisemitischen Hassbotschaft verantworten.

"Aus einer Bierlaune  heraus" hatte er im September 2016 eine Facebook-Nachricht an die Ehefrau eines Rabbiners in Nürnberg geschickt. Er beschimpfte darin Juden als "Dreckspack" und drohte ihr auch. "Hitler hat gesagt, er werde uns ein paar von Eurer Sorte übrig lassen, damit wir sehen, wie schlecht Ihr seid", schloss er seine Nachricht. Als Motiv gab er Wut über das, was sich in Israel abspiele an, berichtet der Mühldorfer Anzeiger. 

Der junge Mann, der zum Islam konvertiert ist, sagte weiter aus, er habe sich einfach irgendeine Angehörige irgendeiner jüdischen Glaubensgemeinschaft ausgesucht. Er betonte, Rassismus und Nationalsozialismus würden ihm fern liegen, er sei ja auch mit einer Frau aus dem Nahen Osten verheiratet. "Da habe ich Mist gebaut. Und dafür trage ich die Konsequenzen", erklärte er laut dem Anzeiger. Das Gericht verurteilte ihn zu einer Geldstrafe von 3000 Euro, die mit einem anderen Urteil wegen Diebstahls und Betrugs verrechnet wird. 

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Rubriklistenbild: © dpa (Symbolbild)

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