Covid-Patienten werden in Altötting, Mühldorf und Burghausen behandelt

InnKlinikum ändert Konzept wegen Corona: So läuft künftig der Betrieb

Anders als im Frühjahr ist das InnKlinikum Mühldorf kein reines Covid-Krankenhaus. auch in Altötting und Burghausen sollen Corona-Patienten behandelt werden.
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Anders als im Frühjahr ist das InnKlinikum Mühldorf kein reines Covid-Krankenhaus. auch in Altötting und Burghausen sollen Corona-Patienten behandelt werden.

Mühldorf/Altötting/Burghausen – Die weiterhin steigenden Zahlen der Corona-Neuinfektionen zwingt das InnKlinikum zum Handeln. Anders als im Frühjahr wird es kein reines Covid-Haus in Mühldorf geben. Auch in Altötting sollen Patienten beatmet werden können.

„Um den exponentiellen Anstieg stationärer und intensivpflichtiger Patienten bewältigen zu können muss diesmal die Verteilung von Covid-Patienten im InnKlinikum auf die Standorte Altötting, Mühldorf und bedarfsweise Burghausen erfolgen“, erklärt Thomas Ewald, Vorstandsvorsitzender InnKlinikum Altötting und Mühldorf, in einer Pressemitteilung vom Mittwoch, 11. November.


Änderung der Covid-Patientenversorgung am InnKlinikum: Kein reines Covid-Haus in Mühldorf

Aufgrund der aktuellen dramatischen Entwicklung des Infektionsgeschehens in der Region, in Bayern sowie im gesamten Bundesgebiet wäre ein Abweichen von der bislang festgelegten Vorgehensweise erforderlich. So könne das InnKlinikum den geforderten Kriterien der gültigen Allgemeinverfügung unter Berücksichtigung des Infektionsschutzgesetzes entsprechen.


In Altötting erfolgt aktuell die Versorgung von Covid-Patienten aus den Bereichen der Pädiatrie und Geburtshilfe, in Mühldorf die Versorgung des gesamten Spektrums bis auf die zuvor genannten und in Burghausen aktuell die Versorgung nicht intensivpflichtiger Covid-Patienten. Im Frühjahr wurden noch alle Corona-Patienten in Mühldorf behandelt.

Intensivkapazitäten überall sehr stark beansprucht

„Diese Schritte sind erforderlich, um den Anforderungen hinsichtlich der Patientensicherheit sowie der Einhaltung der Hygienevorgaben des RKI zu entsprechen“, so Ewald. Anders als im Frühjahr 2020 können aktuell Intensivpatienten nur in geringem Umfang überregional in andere Kliniken verlegt werden, da auch dort die Intensivkapazitäten sehr stark beansprucht sind.

Deshalb werden Covid-Patienten potenziell an allen Standorten des InnKlinikum mit Ausnahme von Haag versorgt. Die weiteren Stationsverteilungen und Nutzungen werden über den Bedarf geregelt, entsprechende Ressourcen werden durch Reduzierung des elektiven Programms (Untersuchungen, Interventionen, Operationen) geschaffen. „Die Sicherheit unserer Patienten und Mitarbeiter stehen weiterhin an erster Stelle“, betont Ewald.

16 Beatmungsgeräte an den Standorten

Die Zahl der Beatmungsplätze für Covid-Patienten belieben am InnKlinukum mit 16 unverändert. Acht davon sind am Standort in Mühldorf, sechs bis acht in Altötting und ein Platz in Burghausen, sollte keine interne Abverlegung möglich sein. Vorerst sollen stabile, jedoch noch stationär behandlungspflichtige Positivgetestete und Verdachtspatienten von Mühldorf nach Burghausen verlegt werden. In Mühldorf soll dafür ein Covid-Infektionsbereich der zentralen Notaufnahme mit Triagefunktion für das gesamte InnKlinikum vorbereitet werden.

Zeitgleich wird auch in Altötting ein Intensivbereich für Corona-Patienten vorbereitet. Insgesamt wird der Betrieb für alle nicht zeitkritischen Behandlungen um 50 Prozent reduziert, um Kapazitäten für die Versorgung von Covid-Patienten zu schaffen. Diese und weitere Maßnahmen werden dem Infektionsgeschehen sowie dem Patientenaufkommen angepasst.

jz/Pressemitteilung InnKlinikum

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