Hitze und Trockenheit

Kein Wassernotstand in Mühldorf, aber...

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Mühldorf - In Forchheim (Oberfranken) wird das Wasser knapp, Gartengießen ist verboten. Und in Mühldorf? Der Geschäftsführer der Stadtwerke gibt Entwarnung.

Kalifornien erlebt seit Jahren eine Dürre, der Gouverneur spricht von einem "neuen Zeitalter". Jetzt wird der US-Bundesstaat sogar noch von verheerenden Waldbränden heimgesucht. Alles ganz weit weg? Auch die Hitzewelle, die Bayern derzeit erlebt, ist außergewöhnlich. Besonders angespannt ist die Lage in Franken. Vor wenigen Tagen hat ein Wasserversorger im Raum Forchheim (Oberfranken) verboten, dass seine Kunden den Garten gießen oder das Auto waschen. Die Versorgung mit Trinkwasser sicherzustellen hat oberste Priorität.

Grundwasserleiter ist mächtig genug

Gegenüber innsalzach24.de erklärt Alfred Lehmann, Geschäftsführer der Stadtwerke Mühldorf, dass in der Kreisstadt trotz der lang anhaltenden Hitze und Trockenheit kein Wassernotstand droht. "Der Grundwasserleiter ist so mächtig, dass das kein Problem ist", so Lehmann. Ein weiteres Plus ist, dass die Stadtwerke für die Gewinnung des Trinkwassers zwei unterschiedliche Standorte nutzen: einen im Mettenheimer Hart und einen in Mößling, unweit des Flugplatzes. Außerdem hat die Investition in einen neuen Hochbehälter vor einigen Jahren die Kapazitäten deutlich erhöht.

Überhaupt sieht Lehmann all jene Regionen im Vorteil, die bei der Wassergewinnung nicht auf Flüsse angewiesen sind. "Wir sind in der glücklichen Situation: Wir bohren ein Loch und dann kommt das Wasser raus." Überall dort, wo das Trinkwasser aus Flüssen gewonnen wird, könnte es hingegen - auf lange Sicht - problematisch werden, auch in Deutschland. "Wenn der Fluss nicht mehr in diesen Mengen Nachschub hat, ist das ein Problem auf Dauer", so Lehmann. Dabei handle es sich aber um eine "Zeitschiene von 20, 30 Jahren".

"Wasser ist ein wertvolles Gut"

Lehmann appelliert deshalb an die Verbraucher. "Wasser ist ein ganz wertvolles Gut", so der Stadtwerke-Geschäftsführer. Dies sei vielen Leuten aber nur schwer näherzubringen. Dabei sind die Maßnahmen, die Lehmann den Menschen ans Herz legt, denkbar simpel: "Ich sollte das Wasser genau für das benutzen, wofür ich es brauche." Konkret bedeute das etwa: Wasserhahn zu beim Zähneputzen, duschen anstatt zu baden, und dann aber nicht eine halbe Stunde unter der Dusche stehen. "Man muss schon auf die Ressourcen aufpassen", warnt Lehmann.

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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