Peter Wapler von Landrat zum Versorgungsarzt ernannt

Einrichtung einer Schwerpunktpraxis Covid-19 für den Landkreis Mühldorf am Inn

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Landrat Georg Huber bei der Ernennung von Peter Wapler (links) zum Versorgungsarzt und seinem Stellvertreter Dr. Ulrich Ebermann.

Mühldorf am Inn - Peter Wapler wurde von Landrat Georg Huber zum Versorgungsarzt ernannt. Als Versorgungsarzt hat er die Aufgabe, eine ausreichende Versorgung mit ärztlichen Leistungen im Landkreis zu planen und zu koordinieren. Außerdem wird am Volksfestplatz in Mühldorf eine Schwerpunktpraxis installiert und startet ab Mittwoch, 1. April, 14 Uhr.

Pressemeldung im Wortlaut:


Peter Wapler wurde von Landrat Georg Huber zum Versorgungsarzt ernannt. Als Versorgungsarzt hat er die Aufgabe, eine ausreichende Versorgung mit ärztlichen Leistungen im Landkreis zu planen und zu koordinieren. Insbesondere gehört dazu die Einrichtung von Schwerpunktpraxen für die Untersuchung und Behandlung von Covid- 19-Patienten sowie die Planung und Vorbereitung aller notwendigen Maßnahmen zur Aufrechterhaltung der ärztlichen Grundversorgung. Zu seinem Stellvertreter wurde Dr. Ulrich Ebermann ernannt. 

Als Priorität sieht Wapler nun die Einrichtung einer Schwerpunktpraxis zur Untersuchung und Behandlung von Patienten mit Atemwegsinfekten. Ziel ist es, die niedergelassenen Ärzte zu entlasten, so Wapler „In diese Praxis sollen Personen kommen, die an einem akuten Atemwegsinfekt mit Husten, Fieber und starkem Krankheitsgefühl leiden, damit ihnen geholfen wird und damit sie nicht in ihre gewohnte Hausarztpraxis gehen müssen.“


Die Schwerpunktpraxis wird am Volksfestplatz in Mühldorf installiert und startet ab Mittwoch, 1. April, 14 Uhr . In 2-3 Containern werden dort 2-3 Ärztinnen und Ärzte von jeweils einer medizinischen Fachangestellten unterstützt, die abwechselnd in der Zeit von 14 – 18 Uhr an 7 Tagen die Woche Dienst tun werden.

Betroffene Patienten werden gebeten, sich mit dem Auto auf dem Volksfestplatz einzufinden, sich in den dafür vorgesehenen Fahrspuren von einem Sicherheitsdienst eingewiesen anzustellen und im Auto zu warten, bis sie zur Untersuchung in einem der Container aufgerufen werden. Auf diesem Weg will man umgehen, dass viele Menschen in einem Wartezimmer zu engen körperlichen Kontakt miteinander haben müssen. 

Bei der Untersuchung wird dann nach einem standardisierten Schema ermittelt, ob die betroffene Person zuhause weiter verbleiben kann, oder bei schwereren Krankheitszeichen in die Klinik eingeliefert werden muss. Es werden dabei aber ausdrücklich keine Testungen auf das neue SARS-CoV-2 Virus vorgenommen, weil es keine Kapazitäten gibt, diese Teste abzunehmen, im Labor zu untersuchen und etwaige positive Ergebnisse weiter zu verfolgen. 

Außerdem wird von Tests nicht herausgefunden, ob die/der Betroffene einer intensiven Behandlung bedarf oder nicht. Dies kann einzig und allein bei schwerer Erkrankung eine ärztliche Untersuchung. Tests sind aus virologischer und epidemiologischer Hinsicht interessant und wichtig – auch für die Zukunft, um über das neue Virus mehr zu erfahren. 

Aber an der Basis in der Versorgung der Menschen ist jetzt das wichtigste ausreichende Schutzausrüstung für das medizinische Personal und eben eine Praxis, in der mit Schutzausrüstung an Atemwegsinfekten erkrankte Personen untersucht werden und der ihnen entsprechenden Behandlung zugeführt werden können. Sollten dennoch Testungen notwendig sein, wird in Zusammenarbeit mit dem Gesundheitsamt Mühldorf eine Testung auf SARS-CoV-2 veranlasst. 

In dieser Schwerpunktpraxis geht es ausschließlich darum, sehr kranke Menschen unter den an Atemwegsinfekten erkrankten Personen herauszufinden und diese dann einer entsprechenden Behandlung zuzuführen. 

Allen Personen, die an einer normalen Erkältung leiden, sich nicht besonders krank fühlen oder nur einen Test auf das neue Virus möchten, wird davon abgeraten, sich in diese Praxis zu begeben, da erstens keine Tests durchgeführt werden können und zweitens eine banale Erkältung/nicht schwere Grippe auch durch die Hausarztpraxis via Telefon besprochen und bei Bedarf eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung ausgestellt und zugeschickt werden kann.

Pressemeldung Landratsamt Mühldorf am Inn

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