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VW Golf und Seat Leon beteiligt

Toter bei schwerem Unfall in Mühldorf: Wohnungen der mutmaßlichen Raser durchsucht

Die Unfallstelle auf der Mühldorfer Nordtangente: Bei einem Zusammenstoß mit einem Auto kam am 5. Februar ein Fußgänger (16) ums Leben.
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Die Unfallstelle auf der Mühldorfer Nordtangente: Bei einem Zusammenstoß mit einem Auto kam am 5. Februar ein Fußgänger (16) ums Leben.
  • Josef Enzinger
    VonJosef Enzinger
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  • Markus Honervogt
    Markus Honervogt
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War der Unfalltod eines 16-jährigen Fußgängers am Freitagabend in Mühldorf die Folge eines illegalen Autorennens? Wie das Polizeipräsidium in Rosenheim am Donnerstagmittag bekannt gab, ermittelt die Kripo gegen zwei Autofahrer wegen fahrlässiger Tötung und der Teilnahme an einem verbotenen Autorennen.

Mühldorf – Zeugenaussagen und Ermittlungen am Unfallort haben zu dem Verdacht geführt, dass sich am Freitagabend zwei 21-Jährige aus dem Landkreis Mühldorf ein illegales Autorennen auf der Nordtangente in Mühldorf geliefert haben. Dabei wurde der 16-Jährige von einem weißen VW Golf überfahren, als er die Straße an eine, Überweg queren wollte.

Wie schnell war das Unfallauto unterwegs?

Der 21-Jährige Unfallfahrer hatte nach Angaben von Polizeisprecher Stefan Sonntag weder Drogen noch Alkohol konsumiert. Auf Anfrage sagte Sonntag, der Routinetest auf Betäubungsmittel und Alkohol vor Ort habe darauf keine Hinweise geliefert.

Wie schnell das Unfallauto unterwegs war, weiß die Polizei noch nicht, das soll ein Gutachten ergeben. Nähere konnte Sonntag noch nicht sagen. Dazu gehört auch die Antwort auf die Frage, wie weit der Körper des Opfers hinter dem Unfallpunkt lag. Daraus lässt sich die Geschwindigkeit des Unfallfahrzeugs errechnen. „Das ist Sache des Gutachtens, dazu sagen wir nichts“, betonte Sprecher Sonntag.

Fahrer des Seat Leon nicht an der Unfallstelle in Mühldorf

Wie die Polizei auf Nachfrage bestätigte, ist der Wagen des Unfallfahrers ein VW Golf. Eine Plakette am Kühlergrill des Fahrzeuges deutet darauf hin, dass es sich um ein sogenanntes R-Modell handelt, das laut Hersteller bis 320 PS hat und bis zu 250 km/h schnell ist. Äußerlich davon nicht zu unterscheiden ist das Modell R-Line, das deutlich schwächer ist und mit 130 bis 150 PS daher kommt. Polizeisprecher Sonntag sagte dazu: „Eine Plakette alleine reicht nicht, um die Motorleistung eines Autos richtig einzuordnen. Das soll ebenfalls das Gutachten klären.“

Bei dem zweiten Auto, dass an dem Rennen beteiligt gewesen sein soll, handelt es sich laut Sonntag um einen Seat Leon. Der Fahrer sei zum Unfallzeitpunkt nicht mehr an der Unfallstelle gewesen, erst im Rahmen der Ermittlungen sei die Polizei auf ihn aufmerksam geworden.

Ermittlungen wegen fahrlässiger Tötung und Teilnahme an illegalem Rennen

Am Mittwoch durchsuchten Polizeibeamte auf die Anordnung eines Richters mehrere Wohnungen, die Orte nannte sie nicht. Dabei stellten sie digitale Speichermedien und ein weiteres Auto sicher. Gegen die beiden 21-jährigen Männer, die beide aus dem Landkreis Mühldorf stammen, werde wegen fahrlässiger Tötung und der Teilnahme an einem verbotenen Kraftfahrzeugrennen, ermittelt. Die Führerscheine seien sichergestellt. Wann weitere Ergebnisse vorliegen werden, konnte Sonntag noch nicht sagen.

Hier nachlesen: Fußgänger kam bei Unfall ums Leben: Tiefe Trauer um jungen Mühldorfer (16)

Nach Angaben der Polizei, wollte der 16-Jährige am Freitag gegen 19.35 Uhr den mit einer Ampel geregelten Fußgängerüberweg auf der Nordtangente nutzen und in Richtung Europastraße weitergehen.

Er lebte mit seiner Familie in dem dortigen Wohngebiet. Beim Überqueren wurde er vom Golf erfasst und dabei so schwer verletzt, dass er noch an der Unfallstelle starb. Teil der Ermittlungen der Polizei ist auch, ob die Fußgängerampel rot oder grün war.

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