„Chancengleichheit für alle“

Demo gegen Coronaregeln auf dem Mühldorfer Stadtplatz

Martina Maier-Krapf hat die Kundgebung am Samstag initiiert.
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Martina Maier-Krapf hat die Kundgebung am Samstag initiiert.

Sie sind weder Coronaleugner noch Querdenker: Mühldorfer Bürger gehen gegen die Coronaeinschränkungen auf die Straße.

Mühldorf – Es hat nichts mit „Querdenken“ zu tun, es ist keine Ansammlung von „Coronaleugnern“ und es ist auch keine politisch orientierte Kundgebung von Rechten, die am Samstag, 13. März, von 14 bis 15 Uhr auf dem Mühldorfer Stadtplatz stattfindet.

Bildung steht im Mittelpunkt

Es sei schlicht und einfach eine Kundgebung von Bürgerinnen und Bürgern, Geschäftsleuten, Gastronomen und Kulturschaffenden, die alle ein Ziel vereint, sagt Martina Maier-Kraft, die die Kundgebung organisiert.

„Wir wollen wieder zurück in unser normales Leben, in unsere beruflichen Tätigkeiten.“ Die Organisatoren wollen ihren Kindern wieder die schulische Bildung im Präsenzunterricht und ihre sozialen Kontakte ermöglichen.

Demonstranten fordern Chancengleichheit

Sie wollen vor allem eines: „Wir fordern die Chancengleichheit für alle“, sagt Maier-Krapf, die sich gemeinsam mit dem Vorsitzenden der Aktionsgemeinschaft Mühldorf, Christian Kühl, dem Kulturveranstalter Andreas Seifinger und Holger Nagl vom Bayrischen Hotel- und Gaststättenverband, und Georg Grundner, Elternbeirat an der Grundschule Mühldorf, zusammen getan hat.

Es sei für die Organisatoren, insbesondere was die Verbindung von „Schule daheim“ und „Arbeiten von zu Hause aus“ betrifft, ein Punkt erreicht, an dem man ganz klar sagen müsse: „Es geht so nicht mehr weiter, der Druck steigt ins Unendliche und es gibt seitens der Politik nach wie vor keinen Plan, wie es weitergehen soll“, sagt Martina Maier-Krapf, Mutter von zwei Grundschulkindern und IT-Projektmanagerin. „Wie lange wird es wohl noch dauern, bis die Schule in einen normalen, stabilen Modus zurückfindet?“, fragt sie sich.

Sorgen, die sie genauso antreiben, wie Christian Kühl von der Aktionsgemeinschaft Mühldorfer Kaufleute: „Wir befinden uns in einer Dauerschleife, einmal auf, einmal zu, ohne Perspektive und immer starr an den Inzidenzwert gekoppelt. Davon müssen wir wegkommen, wir brauchen andere Grundlagen. Und wir haben es bewiesen, dass wir Hygienekonzepte haben, die den Schutz der Kunden gewährleisten“, sagt er, der auf die große Frustration bei den Mitarbeitern verweist.

Politik zum Umdenken auffordern

Mit ihrer Aktion am Samstagnachmittag wollen die Organisatoren ein Zeichen setzen und die Politik zum Umdenken auffordern, für Gleichberechtigung und Chancengleichheit, für eine Rückkehr in die Normalität, mit Vorsicht und entsprechenden Hygienekonzepten.

Denn, so die Veranstalter aus Elternschaft, Handel, Wirtschaft und Kultur: „Wir sind am Ende und verstehen die politischen Entscheidungen nicht mehr!“

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