Eure Erinnerungen an den Kingdom Parc in Mühldorf Teil 3

„Die Turmfarben hatten immer recht!“ - „Bis Mittwoch drauf gute Laune gemacht!“

Auch diese Bilder vom Feiern im Kingdom Parc schickte uns unser Leser Randy Uhl.
+
Auch diese Bilder vom Feiern im Kingdom Parc schickte uns unser Leser Randy Uhl.

Mühldorf am Inn - Auch im dritten und finalen Artikel, dürft ihr eure Erinnerungen an den „Kingdom Parc“ berichten. Ein letztes Mal blicken wir mit euch auf legendäre Nächte in dem heute verfallenen Party-Palast zurück.

„Ob wir ohne C4 heute verheiratet wären und zwei Kinder hätten?“, fragt sich unser Leser Ursi. „Bei uns das gleiche“, stimmt ihm Carola H. unter dem Facebook-Post von innsalzach24.de zu. “Wenn die Türme geleuchtet haben, wie gespannt wir auf die Farbe waren, die es diesmal sein würde. Die entschied nämlich, wie der Abend wird“, berichtet Ursi weiter. „Ja die Turmfarben hatten immer recht! Waren sie blau konnte man davon ausgehen, dass es ein geiler Abend werden wird“, stimmt ihm dabei Roland L. zu.


Areal des „Kingdom Parc“ soll zu Gewerbegebiet werden - Unsere Leser erinnern sich an legendäre Partys dort

Das Kingdom Parc-Areal liegt seit vielen Jahren brach. 2014 wurde er übergangsweise als Flüchtlingsunterkunft genutzt. Davor und danach wurden immer wieder neue Pläne für seine Verwendung diskutiert und dann wieder verworfen. Zuletzt war das Gelände 2018 in den Schlagzeilen, als die Option einer Zwangsversteigerung ins Gespräch kam. Daraus wurde dann aber doch nichts. Nun hat es ein Investor aus Hannover erworben.


Der Stadtrat beschloss in seiner jüngsten Sitzung mehrheitlich eine Änderung für das Areal in Altmühldorf, auf dem sich der „Kingdom Parc“ befindet. Damit der Investor seine Pläne für das Gelände möglich machen kann, hatte er die baurechtliche Umwidmung von einem „Sondergebiet Kino/Discothek“ zu einem Gewerbegebiet beantragt. Dass manche Stadträte das Gebäude als „Schandfleck“ bezeichneten oder sonst ihre Freude über seinen Abriss bekundeten, stieß einigen unserer Leser dabei sauer auf. Viele haben noch schöne Erinnerungen an legendäre Nächte im „Dom“, wie er teils liebevoll genannt wird.

Auch in den vorherigen beiden Artikeln hattet ihr viel zu erzählen. Von der „Völkerwanderung“ über unvergessliche Partys und teils das Kennenlernen des Manns oder der Frau fürs Leben, berichtetet ihr im ersten Artikel. Im zweiten Artikel ging es dann um Schaumparties und den weltbesten Döner. Nun beschließen wir diesen Rückblick mit zwei Berichten von Ursi und Sandra.

Viele schöne Erinnerungen

„Wie viele schöne Erinnerungen kommen da grad in mir hoch!“, schwärmt unsere Leserin Sandra. „Mit keinem Geld der Welt zu bezahlen! Wir waren jedes Wochenende da, mit vier Autos aus Trostberg, drei Generationen und wir hatten alle Spaß ohne Ende! Mal eben schnell mit Papa und Schwiegerpapa einen Disco-Fox hinlegen, oder mit dem Sohnemann, Neffe oder Nichte ab zum Raven, alle gemeinsam zwischendurch gemütlich was Essen. Und am Ende haben wir uns alle in der Cuba-Bar wieder gefunden, denn das fanden wir alle klasse. Wir tanzten gemeinsam zu lateinamerikanischer Musik, oftmals auch Life-Acts, wo findet man so was hier noch? Mir fehlt‘s unendlich, denn es gibt in der ganzen Umgebung nichts, was das ersetzen oder auffangen könnte.“
 
„Grade die Cuba-Bar, ich weiß jetzt gar nicht, wie ich es richtig beschreiben soll, aber die Gute-Laune-Musik hat mindestens bis Mittwoch drauf auch gute Laune gemacht“, berichtet sie weiter. „Das Personal und auch die Inhaber waren super nett und haben die Lebensfreude der Karibik an alle Besucher weiter gegeben. Die haben uns auch Nachhilfe gegeben in Salsa, Merengue und Bachata, es war einfach Lebensfreude pur! Unter drei Stunden auf der Tanzfläche wären wir nie nach Hause gefahren.“

hs

Kommentare