So steht es um die geplanten Corona-Impfzentren in der Region

Containeranlage am Aubergtunnel Altenmarkt wird Impfzentrum im Landkreis Traunstein

Containeranlage der Baustelle des Aubergtunnels in Altenmarkt
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Die Containeranlage der Baustelle des Aubergtunnels in Altenmarkt dient künftig als Standort für das Corona-Impfzentrum des Landkreises Traunstein.

Mühldorf/Altötting/Rosenheim/Traunstein/Berchtesgadener Land - Bis 15. Dezember sollen Bayerns Corona-Impfzentren einsatzbereit sein. Einige Regionen wissen bereits ihre Standorte. Eine Zwischenbilanz seitens der Landratsämter Ende November:

Containeranlage Aubergtunnel wird Standort für Corona-Impfzentrum im Landkreis Traunstein


Das Covid-19-Impfzentrum für den Landkreis Traunstein wird auf dem Gelände der Containeranlage am Aubergtunnel in Altenmarkt errichtet. „Wir haben bereits vor drei Wochen konkrete Pläne zur Umsetzung und zum Standort gefasst. Jetzt sind wir einsatzbereit für jeden, der sich impfen lassen will. Neben dem Impfzentrum werden wir mobile Teams aufstellen, die beispielsweise Impfungen in Pflegeheimen durchführen können“, erklärt Landrat Siegfried Walch. Der Standort des Impfzentrums liege bewusst in der Nähe zur Klinik Trostberg, wo Impfstoffe fachgerecht gelagert werden können. Auch der Betrieb des Impfzentrums soll in enger Anbindung an das Klinikum erfolgen, betont Walch.

Für den Standort des Impfzentrums sprechen mehrere Faktoren: Das Gelände liege zentral im Landkreis und sei durch die Bundesstraße 299 hervorragend an den Verkehr angebunden. Auch Parkflächen seien ausreichend vorhanden. Zudem könne auf die bereits vorhandene Ausstattung und Infrastruktur der Containeranlage zurückgegriffen werden. Die Räumlichkeiten des Impfzentrums werden so ausgestaltet, dass es keinen Begegnungsverkehr der Patienten im Gebäude geben wird. Neben zwei Check-in-Bereichen wird es unter anderem vier Aufklärungsräume und vier Impfräume geben. Nähere Informationen zum Betrieb erfolgen voraussichtlich ab der ersten Dezemberwoche, wie Laura Lockfisch im Namen des Landratsamts Traunstein gegenüber chiemgau24.de erklärt.


Der Altenmarkter Bürgermeister Stephan Bierschneider hofft auf eine große Akzeptanz und rege Nutzung des Impfzentrums. „Nur mit einer möglichst hohen Impfrate kommen wir Schritt für Schritt wieder zu dem von uns allen herbeigesehnten normalen Alltagsleben zurück“, betont Bierschneider.

Pressemitteilung Landratsamt Traunstein/mb

Mühldorfer Corona-Impfzentrum im ehemaligen DM-Markt

Der Landkreis Mühldorf arbeitet auf Hochtouren am Aufbau eines Impfzentrums in der Kreisstadt. Landrat Max Heimerl äußerte sich zum geplanten Impfzentrum im Landkreis nun via Video-Botschaft auf Facebook: „Unser Ziel ist es, dass das Zentrum zum 15. Dezember in Betrieb gehen kann. Aufgebaut wird es in den leerstehenden Räumen des ehemaligen DM-Markts neben dem Burger King in Mühldorf.“ Darüber hinaus werde es mobile Impfteams geben, die in Einrichtungen wie Heimen oder Kliniken insbesondere die älteren Menschen impfen sollen.

„Das ist definitiv ein Lichtblick“, betont Heimerl mit Blick auf die aktuell verschärfte Corona-Lage. „Wir sind sicher, dass wir das bis zum Stichtag umsetzen können, damit möglichst noch in diesem Jahr mit dem Impfen begonnen werden kann - auch wenn das noch nicht das Ende der Pandemie bedeutet. Wir müssen trotzdem vorsichtig sein, noch disziplinierter als bisher und auch die Kontakte gering halten, damit die Zahlen gesenkt werden können.“

Simone Kopf von der Pressestelle des Landratsamts Mühldorf kann allerdings auf Nachfrage von innsalzach24.de über den Standort hinaus zum gegenwärtigen Zeitpunkt keine weiteren Informationen offenbaren: „Bei uns laufen die Vorbereitungen zu Personal, Einrichtung und Logistik zusammen mit den Hilfsorganisationen, Polizei, Pandemiearzt des Landkreises Dr. Prohaska sowie den koordinierenden Ansprechpartnern des künftigen Impfzentrums im Landratsamt.“

Neuötting werkt am Hallenbad, in Rosenheim ist das Stadtzentrum im Gespräch

Mühldorfs Nachbarlandkreis Altötting hat indes bereits nähere Details veröffentlicht, was das künftige Impfzentrum in Neuötting im Kreishallenbad anbelangt. Dort wird schon fleißig gearbeitet und vorbereitet, damit bis Mitte Dezember alles einsatzfähig sein wird, wie Allgemeinarzt Dr. med. Jan Erik Döllein im Gespräch mit innsalzach24.de offenbarte. Neuötting rüstet sein Hallenbad für rund 400 Corona-Impfungen täglich, freilich basierend auf der Priorisierung nach dem Corona-Impfkonzept, das besonders gefährdete Menschen sowie Fachpersonal in Kliniken bevorzugt sieht.

Auch in Rosenheim scheint sich zumindest was die Standortsuche angeht, eine baldige Lösung abzuzeichnen. Wie der Pressesprecher des Landratsamts, Michael Fischer, im Gespräch mit rosenheim24.de am Mittwochvormittag (25. November) erzählt, werde man eine gemeinsame Einrichtung für Stadt und Landkreis aufbauen, möglichst im Stadtgebiet. Rosenheim würde sich am Besten anbieten. Das Stadtzentrum sei zentral für alle Bürger gut erreichbar. Weitere Informationen werde die Stadt vermutlich im Laufe der Woche noch herausgeben, schätzt Fischer.

Noch keine Einschätzung aus dem Berchtesgadener Land

Stefan Neiber, Pressesprecher vom Landratsamt Berchtesgadener Land, erklärt auf Nachfrage, dass man bisher lediglich „guter Dinge“ sei, bis zur Frist am 15. Dezember den vom Bayerischen Gesundheitsministerium vorgegebenen Fahrplan umsetzen zu können: „Die Planungen hinsichtlich Standort und Betreiber im Berchtesgadener Land laufen auf Hochtouren. Daher bitten wir um Verständnis, dass wir zum gegenwärtigen Zeitpunkt Ende November noch keine konkreten Angaben zu entsprechenden Details machen können.“

mb

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