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Kampf um die Macht - Die Schlacht um 1322

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Die Schlacht bei Mühldorf im vierzehnten Jahrhundert in den Wandgemälden der Frauenkirche in Mühldorf am Inn

Mühldorf am Inn - Der Machtkampf zwischen Papst Johannes XXII und Kaiser Ludwig der Bayer nahm seinen Anfang in der Inn-Stadt. Wir haben uns die geschichtlichen Aufzeichnungen genauer angesehen:

An der Frauenkirche kann man ein Gemälde über die Schlacht bei Mühldorf im vierzehnten Jahrhundert sehen, das J. Widmann im Jahr 1902 gemalt hat.

„Zu der Auseinandersetzung, deren Örtlichkeit Herr Matejka mit den zahlreichen Fundgegenständen genau um Schoßbach lokalisieren konnte, kam es dazu weil die uneinigen Kurfürsten vorher beiden Herrschern die deutsche Königswürde angetragen hatten.“, erklärt der Kreisarchivpfleger Meinrad Schroll.

Unter dem Gemälde schrieb der Künstler J. Widmann „In der Entscheidungsschlacht am 28. September 1322 bei Mühldorf, in der Ludwig der Bayer und Friedrich der Schöne von Österreich um die deutsche Königswürde rangen, fiel der Sieg dem Bayern zu. Friedrich wurde nach tapferer Gegenwehr vom fränkischen Ritter Albrecht Rindmaul überwältigt und gefangen genommen.“

Ludwig der Bayer nahm selber nicht an der Schlacht teil. Er hielt sich „abseits unter elf Rittern im gleichen Waffenrock mit weißem Kreuz“, erklärt Herr Stefan Schieren im Kapitel „Die Schlacht bei Mühldorf am 28. September 1322“. Am Ende des Kampfes lagen um die 1000 tote Kämpfer aus den Reihen der Ritter und des Fußvolkes auf dem Schlachtfeld.

Auch Tiere hatten im Laufe des Kampfes zu leiden. 3000 Pferde wurden während der Schlacht umgebracht, wie Petrus von Zittau angibt. „Das ist darauf zurückzuführen, dass die bayerischen Ritter während des Kampfes von ihren Pferden stiegen und mit dem Fußvolk die Pferde des Gegners von unten her zu erstechen begannen“, schreibt Stefan Schieren im Kapitel „Die Schlacht bei Mühldorf am 28. September 1322“ des gleichnamigen Buches.

Die Schlacht von Mühldorf in Bildern

Die Schlacht von Mühldorf in Bildern

Der Sieg brachte Vor- und Nachteile mit sich. Zwar besiegte Ludwig der Bayer seinen Gegner 1322 im Kampf und „1328 wurde er zum Kaiser des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation ausgerufen“ wie Rudolf Angermeier in dem Buch „Mühldorf -Stadt am Inn“ schreibt, doch er bekam Probleme mit Papst Johannes XXII, weil Ludwig sich nicht vom ihm als Kaiser anerkennen ließ.

Der Kaiser weigerte sich nach „Avignon ins päpstliche Exil zu reisen, um sich vom Papst in seiner kaiserlichen Würde bestätigen zu lassen“, erklärt Herr Rudolf Angermeier im Kapitel „ Mühldorf unter der Herrschaft der Salzburger Bischöfe“ des Buches „Mühldorf -Stadt am Inn“. Das war der Auslöser für eine lebenslange Auseinandersetzung um den Machtkampf zwischen Kaiser und Papst.

 

Rafael Raaber

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